„3Satz“Leseprobe (2)

Heute: „Die Extrabehandlung“ ( Kurzgeschichte mit Ich-Erzähler)

Meine Geschichte hatte ich dann doch „Die dritte Fritte“ genannt, weil eben die drei Fritten am Tatort zurückgelassen wurden. Von der dritten Fritte hatte Bodo Bockwurst dummerweise abgebissen und so seine DNA als Visitenkarte im „Brathaus“ hinterlassen. Irgendwie war in der Story nun zwar die holde Weiblichkeit etwas zu kurz gekommen, nachdem ich die einzige Frau zum Heinz gemacht hatte, aber dennoch erreichte ich im Schreibwettbewerb einen zweiten Platz.

Ein Strand voller Ideen

So ein Spaziergang am stürmisch-sonnigen Samstag kann doch frische Ideen einbringen. Hier an der Ostsee ist es im Winter selten ganz windstill, und so wehte mir die eine oder andere Schreibidee um die Ohren, die ich begeistert notierte. Klare Seeluft wirkt nicht nur reinigend auf die Atemwege, sie macht zwar müde, aber auch den Kopf frei für Dinge, die einem wirklich wichtig sind.

Wie wäre es zum Beispiel damit, alte unfertige Textfragmente unterschiedlichen Stils zu einer sinnvollen Kurzgeschichte zu verbinden? Denn die Kunst ist, diese oft von völlig unterschiedlichen Dingen handelnden Episoden kunst- und sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Und zwar auf eine Weise, dass man es nicht merkt.

Und ich werde die Geschichte „Ein Buch muss erstmal schön sein“ ausbauen und mich selbst dort mit mehr oder weniger wahren Begebenheiten als Randfigur mit hineinschreiben. Vielleicht als erfolgloser Autor, der versucht, seine Werke persönlich dem Buchhändler näher zu bringen und sich dabei aller Mittel und Wege bedient, die ihm einfallen.

Angefangenes weiter Spinnen

… damit dürfte ich zeitgemäß unterwegs sein, denn Recycling ist im Trend. Das sind nur zwei Ideen von einigen, die ich unterwegs hatte. Und da ich über ( weitere) ungelegte Eier nicht spreche, gehe ich nicht weiter ins Detail, denn erstens wissen wir, dass ich die Ideen vielleicht noch lange in der Schublade lasse und zweitens gibt es keine Gelinggarantie. Mir ist auch klar, dass ich Selfpublishing weiter machen werde. Denn auf diesem Weg habe ich Leser gefunden, die mich mit Verlagen in Verbindung gebracht haben, und so wurden Glibberbauch und Schlotterbein („Gespenster sind nicht feige“) und Plaschke („Der boshafte Verblichene“) meine ersten Verlagsbücher. Was aber hindert mich daran, mich nicht trotzdem mit einem gut gelungenen Manuskript an einen Verlag zu wenden? Die Chance, über den Buchhandel gelistet zu werden und bekannt zu werden, ist ohne Marketing verschwindend gering. Da stehen so viele Bücher im Regal, die keiner beachtet. Vielleicht sind sie ja nicht schön genug, so wie in meiner Kurzgeschichte.

Wieso mühselig einen Roman schreiben, wenn man in jeder Buchhandlung einen für fünf Euro kaufen kann? Das fragte sich und uns schon Mark Twain sinngemäß.

Neu durchstarten als Alter Ego?

Für und Wider eines Daseins als Ghost Writer oder Pseudonym wäge ich in letzter Zeit immer mehr ab. Als „normales“ Ich bin ich wohl literarisch betrachtet in der Schublade „Humor“ zuhause. Gern würde ich mal andere Genres ausprobieren, die damit für viele Bücherwürmer nichts zu tun haben und die man von einem Autor mit Ironie und Sarkasmus, schwarzem Humor und schrägen Ideen nicht erwarten würde.

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Nochmal Gedanken zum Thema „Pseudonym“

Einerseits reizt es mich schon, andererseits habe ich Vorbehalte und Bedenken. Wie kann man unter einem fremden Namen mit Verlagen arbeiten, funktioniert das, hat man die Möglichkeit trotzdem z.B. von den Verlagen Autorenhonorare zu erhalten, wenn die EC-Kontokarte auf einen anderen Namen läuft, und, und, und… Aber die Entscheidung nochmal ein völlig unbeschriebenes Blatt zu sein – literarisch gesehen – dient ja dem Zwecke, dass man nicht nur hinter solchen unbeschriebenen Blättern sitzt, die sich nicht von alleine füllen, sondern dass man seine Ideen uneingeschränkt wuchern lassen kann, wie in einem wilden Garten.

Nun kenne ich Autorenkollegen und -kolleginnen, die ich dazu mal befragen könnte und sollte, da sie auf diesem Gebiet Erfahrungen gesammelt haben und noch sammeln. Ich bin jedenfalls dabei, mich etwas in diese Richtung zu bewegen. Was mich beim näheren Überlegen an einem Ghost Writer allerdings stört, ist dass er von der Anerkennung für seine Arbeit nicht viel abbekommen dürfte. Das, sowie die Vorstellung, dass die Bezahlung nicht besonders verlockend ist, mag eines meiner Vorurteile sein – ich weiß es nicht besser und stelle es mir so vor. Dann schon lieber Pseudonyme – aber keine so albernen wie S.K.ELETT oder I.R.GENDWER, KLAUS DROFOBIE, TOM ATE oder Lilli Putt, nein: der Name muss den Leuten suggerieren, da ist Jemand, der hat was zu erzählen, der hat viel erlebt… Liebe Gemeinde, ich bin für Ideen offen.

Premiumtarif hält Einzug

Als Schreibjäger, der mittlerweile über 11 Jahre mit WordPress arbeitet, bin ich nun einen Schritt weiter gegangen. Die Addons und Features auf dem Blog hier machen die „Schreibjagd“ ab heute noch interessanter – ich habe auf Premium aufgerüstet. Übrigens meine einzige Methode der Aufrüstung. Das Aufhübschen des Blogs geschah auch als Gegenentwurf zum derzeit nasskalten Schmuddelwetter da draußen. Ich will nicht wieder große Pläne schmieden und Ankündigungen herausposaunen,um sie dann in gewohnter Manier und mit ungutem Gefühl nicht zu erfüllen, aber – ich habe einiges mit dem Blog hier vor.

Jahresausblick statt Jahresrückblick

Überflüssige Jahresrückblicke veranstaltet nahezu jedes Medium in Deutschland. Zum Glück haben wir diese Zeit inzwischen hinter uns gebracht. Immerhin haben wir bereits Mitte Januar. Und diese nervigen Rückblicke muss man gerade bei einem Jahr wie dem hinter uns liegenden (2022) nicht haben. Aber ein Ausblick auf bevorstehende Dinge kann man besser gestalten, als ein Rückblick auf bestehendes. Man hofft, spekuliert, spinnt den Faden weiter und kann den Lauf der Dinge nur erahnen. Das aber kann man mit optimistischem Grundton tun oder auf melancholische oder pessimistische Art. Und weil die Welt eine komplizierte geworden ist und derzeit kränkelt, möchte ich an dieser Stelle mal für mehr Miteinander und Empathie plädieren. Wir sollten uns motivieren und gegenseitig helfen, um den Optimismus nicht zu verlernen.

Ich versuche das mal, anhand meines Jahresausblickes für 2023 zu demonstrieren. Jetzt, da ich diese Zeilen erst entstehen lasse, im Moment des Schreibens, hoffe ich, es gelingt.

Ich werde weiterhin überwiegend im Home Office arbeiten, also weniger Autofahren. Außerdem ernähre ich mich nun abwechslungsreicher und vitaminreicher, wobei ich auf Lebensmittel achte, die gut für Leber und Blutdruck sind. Das ist keine allzu große Umstellung, denn zum Beispiel Fisch, Bananen, Rote Bete und frischen Salat mochte ich schon immer. Außerdem steht die Ausarbeitung neuer Ideen und Schreibprojekte auf dem Plan. Ich freue mich auf die Buchmesse in Leipzig und werde mit neuen Ideen auf Verlagssuche gehen. Im Herbst ziehe ich eine Schiffsreise in Erwägung, jedenfalls werde ich den Urlaub nicht wieder nur daheim verbringen. Freunde und Autorenkollegen zu besuchen nach den Zeiten des Lockdowns, wäre auch eine tolle Alternative. Man trifft sich zu selten offline. Natürlich werde ich auch wieder viele Studien treiben, indem ich mit offenen Augen durch die Welt gehe – und arbeite meine Methode, Protagonisten und Figuren zu entwickeln, weiter aus.

Entschuldigt, wenn ich nicht konkreter werde, aber ich will nicht wieder Sachen ankündigen, die mir dann mein Alltag nicht erlaubt zu realisieren. Auf alle Fälle gehe ich mit einer positiven Grundeinstellung an meine Jahresplanung. Und ich verkneife es mir, in späteren Rückblicken alte Wunden zu lecken.