Arbeitsplan für 2022: Alles nachholen!

Mehr und Konkreteres werde ich nicht in meinen Schreibplan für das nächste Jahr aufnehmen, wobei eine Lesung und der Besuch einer Messe schon schön wären. Bei den Buchmessen kommen nur Bad Oldesloe und Leipzig in Frage, evtl. Berlin. Als Hobbyautor wird man ja wohl noch träumen dürfen, oder?

Es wird ein arbeitsreiches Jahr werden, sowohl beruflich als auch privat. Letzteres im Hinblick auf das Schreiben (und den Ausbau des Autorenbüros 13, so dass mehr Projekte mit anderen Autoren gemeinsam entstehen, hoffentlich) . Feste (rein ideelle) Bestandteile meines Vorhabens sind Glibberbauch, der Anrufer in neuer Version und noch ein weiterer Roman. Und nach Möglichkeit mindestens eine Lesung zu halten und eine Messe zu besuchen – nicht als Teilnehmer, nur als Leser. Da kann man wunderbar Kontakte knüpfen zu Lektoren und Verlagen. Einen Jahresrückblick für 2021 verkneife ich mir – nachvollziehbar, oder?

„Gespenster sind (immer noch) nicht feige“

Klappentext. Du weißt sicher, wann Geisterstunde ist, nicht wahr? Doch kennst du auch die Menschenstunde? Auf einer Insel, sie heißt Fiesland, wohnen Gespenster, Geister und Kobolde, und sie haben eines gemeinsam:Sie mögen eigentlich keine Menschen.Und schon gar nicht jene, die wie ein Heuschreckenschwarm täglich über die Geisterstadt hereinfallen. Aber was passiert, wenn ein Menschenmädchen sich auf dieser Geisterinsel verläuft? Wie wird die Hexe Gespensta darauf reagieren? Die Gemeinheitsarmee rückt aus und das verheißt nichts Gutes. Lerne Schlotterbein, Glibberbauch und Moderich kennen und erfahre mehr über Fiesland und seine Bewohner. Aber pass auf, dass du die Insel rechtzeitig verlässt, nämlich wenn die Menschenstunde zu Ende ist. Denn sonst hustet es Mitternacht.

Soweit der Klappentext meines Kinderbuches, den ich aus aktuellem Anlass nochmal gepostet habe. Ich habe nämlich erfahren, dass es junge Leser und Leserinnen gibt, die der Wiederauflage, also der 2. Auflage des Buches schon entgegenfiebern. Das letzte verfügbare Exemplar, welches ich einer Kollegin mitbrachte, hat in der Klasse ihrer Kinder für Begeisterung gesorgt und sogar eine ebenso begeisterte Lehrerin zurückgelassen. Nun also besitze ich die Motivation, so schnell ich kann, das Buch mit Schlotterbein und Glibberbauch wieder auf den Markt zu bringen.

Noch so ein Sofasamstag

Wenn man lange schläft, kann es passieren, dass man aufwacht kurz bevor es wieder dunkel wird. Ich bin ein Künstler darin, mir Dinge vorzunehmen, die die Woche über liegengeblieben sind, und dann am Abend davor sehr spät ins Bett zu gehen. Meistens vertraue ich drauf, dass ich nicht zu spät aufwache. Aber denkste.

Dabei wollte ich heute eine Geschichte von mir abtippen und in ein Portal stellen. Ich wollte ein Kapitel eines Autorenkollegen um ein weiteres ergänzen, damit er dann wieder dran ist und dann ich wieder – wir wechseln uns ab bei der Story – aber nichts da.

Tja, das Freizeitleben eines immer müden Feierabendautoren besteht darin, dass er seiner Agenda im Kopf hinterherlebt und über eine megalange Bank verfügt, auf die er all die unerledigten Dinge schiebt, so dass sie fast hinten wieder runterfallen. Warum verdammt muss das Sofa so gemütlich, der Grog so schön dampfend und das Fernsehprogramm so einlullend sein? Das fragt er sich, während er in den Butterstollen beißt und nicht weiß, ob er kauen oder gähnen soll.

Dann platzt überraschend die Verwandtschaft in die halb aufgeräumte Singlebude, die wahrscheinlich den Grog gerochen und auch Appetit auf Stollen hat. Schulterzuckend wirft der Schreiberling seinem Schreibtisch einen Seitenblick zu: Kann man halt nix machen. Aber diesen Blitzbesuch wird die Verwandtschaft bereuen. Die Rache wird bitter.

Spätestens in der nächsten Kurzgeschichte.

Durchatmen in der Novembersonne

Wer sagt denn, dass ein Jahr auf seine alten Tage nicht noch der Seele gut tun kann? Man muss nur das Glück haben, eine solche Gelegenheit erkennen und nutzen zu können. So wie ich. Herrliches Wetter an der Ostsee, und ich war dabei. Die frühen Vormittage auf der Promenade von Warnemünde sind beschaulich und erholsam durch menschliche Abwesenheit. Erst gegen Mittag, wenn die Hundebesitzer und Touristen sich am Wasser und auf den engen Bürgersteigen des Ortes umeinander herum schlängeln, und man für Eis, Fischbrötchen und Glühwein anstehen muss, ahnt man, wie voll es hier im Sommer sein muss.

Zudem gibt es frühmorgens noch kostenfreie Parkmöglichkeiten, und das in Wassernähe. Diese Erfahrung gemacht zu haben, und das nur, weil ich meinen gebeutelten Lungenflügeln die reinigende, frische Meeresbrise gönnen wollte, um meinen Husten loszuwerden, wird für mich Anreiz sein, bei schönem Wetter im Winter öfter Appetit auf Fischbrötchen zu entwickeln und die Nähe des Meeres zu genießen, wenn meine Zeit das zulässt.

Der Blick Richtung Stolteraa, vom Hotel NEPTUN aus.
Ganz so viele Schiffe lagen heute nicht am Alten Strom. Das Bild stammt aus dem Sommer diesen Jahres. Aber Ort und Wetter passen schon.

Außerdem bläst die klare Brise den Kopf für neue Gedanken frei und motiviert. Mich zumindest. Der Blick aufs Meer, den Schiffen hinterher hat etwas Unvergleichliches – eine Mischung aus Fernweh, Wehmut ( nicht Wermut) und Freiheitsgefühl. Die Fantasie wird angeregt, und das brauche ich von Zeit zu Zeit. Ich finde , das schafft kein Gebirge mit seinem Panorama.

Die Erklärung manchen Dinges aus Sicht eines Schreiberlinges