Jahresausblick statt Jahresrückblick

Überflüssige Jahresrückblicke veranstaltet nahezu jedes Medium in Deutschland. Zum Glück haben wir diese Zeit inzwischen hinter uns gebracht. Immerhin haben wir bereits Mitte Januar. Und diese nervigen Rückblicke muss man gerade bei einem Jahr wie dem hinter uns liegenden (2022) nicht haben. Aber ein Ausblick auf bevorstehende Dinge kann man besser gestalten, als ein Rückblick auf bestehendes. Man hofft, spekuliert, spinnt den Faden weiter und kann den Lauf der Dinge nur erahnen. Das aber kann man mit optimistischem Grundton tun oder auf melancholische oder pessimistische Art. Und weil die Welt eine komplizierte geworden ist und derzeit kränkelt, möchte ich an dieser Stelle mal für mehr Miteinander und Empathie plädieren. Wir sollten uns motivieren und gegenseitig helfen, um den Optimismus nicht zu verlernen.

Ich versuche das mal, anhand meines Jahresausblickes für 2023 zu demonstrieren. Jetzt, da ich diese Zeilen erst entstehen lasse, im Moment des Schreibens, hoffe ich, es gelingt.

Ich werde weiterhin überwiegend im Home Office arbeiten, also weniger Autofahren. Außerdem ernähre ich mich nun abwechslungsreicher und vitaminreicher, wobei ich auf Lebensmittel achte, die gut für Leber und Blutdruck sind. Das ist keine allzu große Umstellung, denn zum Beispiel Fisch, Bananen, Rote Bete und frischen Salat mochte ich schon immer. Außerdem steht die Ausarbeitung neuer Ideen und Schreibprojekte auf dem Plan. Ich freue mich auf die Buchmesse in Leipzig und werde mit neuen Ideen auf Verlagssuche gehen. Im Herbst ziehe ich eine Schiffsreise in Erwägung, jedenfalls werde ich den Urlaub nicht wieder nur daheim verbringen. Freunde und Autorenkollegen zu besuchen nach den Zeiten des Lockdowns, wäre auch eine tolle Alternative. Man trifft sich zu selten offline. Natürlich werde ich auch wieder viele Studien treiben, indem ich mit offenen Augen durch die Welt gehe – und arbeite meine Methode, Protagonisten und Figuren zu entwickeln, weiter aus.

Entschuldigt, wenn ich nicht konkreter werde, aber ich will nicht wieder Sachen ankündigen, die mir dann mein Alltag nicht erlaubt zu realisieren. Auf alle Fälle gehe ich mit einer positiven Grundeinstellung an meine Jahresplanung. Und ich verkneife es mir, in späteren Rückblicken alte Wunden zu lecken.

Ausmisten der angefangenen Texte

In meinem derzeitigen Schreibprogramm habe ich einige angefangene Ideen in jeweils ersten Kapiteln erarbeitet und notiert. So manche davon entpuppte sich als „Sackgassengeschichte“, weil der sich selbst tragende Prozess des Weiterdenkens beim Schreiben ausblieb. Das passiert, wenn man wie ich – Überraschung! – wenig vom Plotten hält, sondern zum Starten lediglich eine zentrale Idee oder Figur, ein Ereignis oder eine Genre-Idee benötigt. Von einer Schreibblockade will ich da nicht gleich sprechen. Eher von einer Suche nach einer Geschichte, die sich beim Schreiben wieder verselbstständigt. dieses Gefühl beim Schreiben ist ein gutes Zeichen und eines, das unweigerlich zu Inspiration führt. Solange diese Motivation sich nicht einstellt, halte ich es für richtig frühzeitig die Geschichte abzubrechen. Und mir fehlt Druck, vielleicht ein Co-Autor, der durch bloße Mitarbeit schon für den nötigen Antrieb sorgen würde – oder auch ein Verlag mit terminlichen Vorgaben. Ersatzweise genügt wohl auch eine richtige, sich tragende Idee.

Inhalt einer Zeitung für Autoren

Bitte beide pics anklicken, damit sie in voller Größe sichtbar werden. Ich hatte mir mal Gedanken gemacht, was in eine Zeitung oder ein Printjournal für vernetzte Autoren hineinpasst, hineingehört und wichtig ist. HAb´s mal stichpunktartig erfasst. Animiert zu diesen Gedanken wurde ich durch eine Facebook-Gruppe, das Autoren-Netzwerk … oder war es die Autoren-Gilde e.V.?

Nachdenken über Lyrik – und das Schreiben an sich

Wer meine frühen Werke kennt, die ja nicht weit herumkamen in der Welt der Literatur, weiß, dass ich auch immer mal wieder lyrische Schreibanfälle hatte. Ich dachte, davon wäre ich geheilt. Auf alle Fälle werde ich die Ergebnisse meines letzten Rückfalls zunächst in der Schublade lassen, Gedichte sind heute das Aschenputtel der Literatur, interessieren nur eingefleischte Lyrik-Freaks und werden von Verlagen nicht ernst genommen. Soweit meine ernüchternden Erfahrungen bei dem Versuch, das Self Publishing mal als Option auszuschließen und auf den Rat einer guten Verlagsinhaberin und mir wohlwollenden Verlegerin zu hören. Während sie, was ich ihr glaube, durch andere Projekte derzeit ausgelastet ist, reagieren andere Verlage zögerlich bis gar nicht auf eine entsprechende Vorabanfrage. Und das auch, obwohl sie sich als lyrikaffin präsentieren. ( Ich würde nie unverlangt ein Manuskript einsenden, weil ich nicht fünf Jahre oder mehr auf eine Antwort warten will, die nicht kommt – oder eine 5stellige Rechnung beinhaltet #DKZV )

Also fülle ich meine Schublade mit allem, was ich so schreiben möchte, egal welches Genre, und verfüge in meinem Testament, dass alles entweder verbrannt verlegt, ausgestellt oder verfilmt wird. Diese Entscheidung sollen andere treffen. Ich bin des Buhlens um eine Veröffentlichung müde, nur um dann in Buchhandlungen nicht gelistet oder zum Ladenhüter zu werden.

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Wenn mir danach ist, würde ich höchstens über BookRix ein e-book ins Rennen schicken oder über epubli mal ein Buch für mich als Musterexemplar drucken lassen. Einige Exemplare würde ich in meinem sozialen Umfeld immer loswerden. Was braucht der Mensch mehr? Ich bin ein genügsamer EX-DDR-Bürger und freue mich über die kleinen Dinge:

  • Dass heutige Schreibmachinen einen Bildschirm haben und Laptop heißen,
  • Dass man mit einer Tüte Buchstabensuppe einen Vierzeiler schreiben kann,
  • Dass Vorlesen bei Kindern das Nachdenken fördert und nicht umgekehrt,
  • Dass mancher Verleger um eine direkte Absage doch etwas verlegen ist, ( was heißt, er schämt sich wenigstens ein wenig)
  • Dass die Wortverknappung in der Lyrik dem wortkargen Norddeutschen total entgegenkommt.

Zusammenarbeit unter Hobby-Autoren

Mit einigen Autorinnen und Autoren, die derzeit wie ich nicht vom Schreiben leben ( können oder wollen), bin ich nun seit einiger Zeit in einer Facebookgruppe vernetzt. Was uns eint, ist die Tatsache, dass wir gern aber unregelmäßig schreiben und hier und da Projekte miteinander besprechen, kreieren oder uns einfach nur helfen. Sicher gibt es viele, auch größere Gruppen dieser Art, aber wir kennen uns untereinander, und das zum größten Teil auch persönlich. Trotzdem suchen wir gern Verstärkung, vorzugsweise aus unseren Freundeslisten. Wir haben Anthologien zu Themen wie Angst, Essen und Trinken oder einfach themenoffen mit amüsanten Kurzgeschichten in Arbeit bzw. herausgegeben. Wir lektorieren, helfen, motivieren und ergänzen uns gegenseitig.

Allerdings benötigt man Geduld und Zeit, wenn es um eine Zusammenarbeit bei einem Projekt geht, weil nicht immer alle sofort online sind und ein Leben außerhalb Facebook haben.

Wer mitmachen möchte und/oder Fragen dazu hat oder mehr von uns derzeit 7 Gruppenmitgliedern erfahren will, der kann mich gern über Facebook oder die hiesige Kommentrfunktion kontakten. Es gibt von den Genres her erstmal keine Vorgaben oder Einschränkungen als Aufnahmebedingung. Im Autorenbüro 13, so heißt die Gruppe, sind Genres vertreten wie Erotik, Krimis, Poesie, Lyrik, Belletristik, Thriller, Fantasy und Märchen sowie Abenteuergeschichten für Jugendliche. Auch Biografien bzw autobiografische Belletristik aus der Vergangenheit spielt eine Rolle.