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So kann´s gehen …

Ich kämme mir morgens meine Pechsträhnen aus dem Gesicht und esse einen Glückskeks. Darin steht das berühmte Zitat. dass die Lage hoffnungslos, aber nicht ernst sei. Vor Lachen falle ich vom Stuhl und verstauche mir den kleinen Finger. Ja so ein Hoffnungslos hätte ich auch gerne, und wenn möglich, keine Niete. Hoffnung, also die Nahrung der Gutgläubigen, stirbt ja bekanntlich zuletzt, glaubt der Volksmund zu wissen. Und als ich mir vorstelle, wie die Hoffnung schon bald auf unserem Planeten das Licht ausknipst, weil keiner mehr da ist zum Sterben, wird mir doch etwas blümerant. Also gehe ich zum Arzt, nutze die Gunst der Stunde, und genieße Tag 1 meiner Krankschreibung fernab von Hektik und Stress. Schlechten Kaffee und viel zu tun habe ich auch zu Hause. Fest steht: Die Chance ist ganz ergriffen (worden) von mir.

Lockdown back in Town

GLOSSE. Zum Glück wird der Lockdown verlängert. Ich hatte schon befürchtet, ich müsste nun nach der Arbeit noch in die Stadt fahren, um noch in die offenen Geschäfte zu kommen, bevor sie der verkürzten Öffnungszeiten wegen um 18 Uhr schließen. Shoppen, so lange es noch möglich ist, oder so. Dieser Stress bleibt mir erspart, und ich kann mich aufs Schreiben konzentrieren. Ich muss niemanden irgendwohin zum Essen einladen, nicht mal, wenn ich flirten, meinen Geburtstag feiern oder einfach nur italienisch essen will. Und dank der seltsamen Ausgangssperre stecke ich mich jetzt lieber nachts drinnen an, als draußen an frischer Luft allein in der ohnehin gruseligen Dunkelheit vergebens auf den einsetzenden Husten zu warten. Mein Kino heißt Netflix, mein Museum Keller und mein Koch ist ein Lieferheld und mein Café der Balkon.

Fast so beschaulich wie zu DDR-Zeiten. Allerdings war damals nicht alles besser. Wenn auch das Toilettenpapier niemals knapp war, das muss man sagen. Aber es war im Gegensatz zu heute scharf wie Schmürgelein, also wie Schleifpapier. Das war aber auch nötig, damit auch die letzten braunen Arschlöcher irgendwann rot wurden.