Ein Strand voller Ideen

So ein Spaziergang am stürmisch-sonnigen Samstag kann doch frische Ideen einbringen. Hier an der Ostsee ist es im Winter selten ganz windstill, und so wehte mir die eine oder andere Schreibidee um die Ohren, die ich begeistert notierte. Klare Seeluft wirkt nicht nur reinigend auf die Atemwege, sie macht zwar müde, aber auch den Kopf frei für Dinge, die einem wirklich wichtig sind.

Wie wäre es zum Beispiel damit, alte unfertige Textfragmente unterschiedlichen Stils zu einer sinnvollen Kurzgeschichte zu verbinden? Denn die Kunst ist, diese oft von völlig unterschiedlichen Dingen handelnden Episoden kunst- und sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Und zwar auf eine Weise, dass man es nicht merkt.

Und ich werde die Geschichte „Ein Buch muss erstmal schön sein“ ausbauen und mich selbst dort mit mehr oder weniger wahren Begebenheiten als Randfigur mit hineinschreiben. Vielleicht als erfolgloser Autor, der versucht, seine Werke persönlich dem Buchhändler näher zu bringen und sich dabei aller Mittel und Wege bedient, die ihm einfallen.

Angefangenes weiter Spinnen

… damit dürfte ich zeitgemäß unterwegs sein, denn Recycling ist im Trend. Das sind nur zwei Ideen von einigen, die ich unterwegs hatte. Und da ich über ( weitere) ungelegte Eier nicht spreche, gehe ich nicht weiter ins Detail, denn erstens wissen wir, dass ich die Ideen vielleicht noch lange in der Schublade lasse und zweitens gibt es keine Gelinggarantie. Mir ist auch klar, dass ich Selfpublishing weiter machen werde. Denn auf diesem Weg habe ich Leser gefunden, die mich mit Verlagen in Verbindung gebracht haben, und so wurden Glibberbauch und Schlotterbein („Gespenster sind nicht feige“) und Plaschke („Der boshafte Verblichene“) meine ersten Verlagsbücher. Was aber hindert mich daran, mich nicht trotzdem mit einem gut gelungenen Manuskript an einen Verlag zu wenden? Die Chance, über den Buchhandel gelistet zu werden und bekannt zu werden, ist ohne Marketing verschwindend gering. Da stehen so viele Bücher im Regal, die keiner beachtet. Vielleicht sind sie ja nicht schön genug, so wie in meiner Kurzgeschichte.

Wieso mühselig einen Roman schreiben, wenn man in jeder Buchhandlung einen für fünf Euro kaufen kann? Das fragte sich und uns schon Mark Twain sinngemäß.

Covergestaltung als Hobby

Natürlich kann ich es nicht lassen und erstelle weiterhin seltsame Coverentwürfe zu imaginären, (noch) nicht existenten Geschichten, aber mit dem Unterschied, dass ich sie nicht mehr poste. ( Außer vielleicht hier) Und ich werde dort nicht überall meinen Namen einbauen, auch wenn er mitunter ein wichtiges Detail der Gestaltung ist. Zu den meisten Bildern gibt es auch eine Handlungsidee, manchmal ungefähr, manchmal konkreter. Beim Anblick der Entwürfe fällt sie dann mir wieder ein. Also werde ich wohl eine Unterseite hier einrichten, damit sie nicht hier im Frontbereich des Blogs nach unten durchgereicht werden. Zu hoffen, dass es eines der Cover mal auf einen richtigen Buchdeckel schafft, das wäre allerdings ganz schön blauäugig.

Inhaltsverzeichnis des nächsten E-Books

  • Rache aus der Luft
  • Mikas Schreie
  • Schlüsselerlebnisse
  • Der Anrufer (alt, überarbeitet)

Das sind die Kurzgeschichten, die erstmal feststehen. Eventuell ist da noch der Kräutigam mit von der Partie, und über die Extrabehandlung denke ich auch noch nach. Einerseits sollten das sowas wie gesammelte Werke werden, eine bunte Mischung also – aber ich weiß nicht, ob man Kurzgeschichten als ihr Verfasser mehrfach veröffentlichen darf, gegebenenfalls sogar mit verschiedenen ISBN-Nummern…

Also gilt es, das zu recherchieren und diesmal ein qualitativ vernünftiges Cover zu erstellen, nichts Zusammengeschustertes aus Bildfragmenten. Ich hoffe, am Wochenende einen großen Schritt voranzukommen.

Meine Kochgeschichte ist bald gar :-)

Nach einigen Bedenken, dass die Geschichte für die Anthologie zu lang werden könnte, habe ich nochmal über das Thema Essen, Trinken, Kochen nachgedacht und neu geplottet – so nennt man das Ausdenken einer Handlung in Autorensprache.

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Topfsprung vom Schaukelherd- was für ein Titel. Ob der sich halten lässt? Wohl nicht.

Ob allerdings der Arbeitstitel als Überschrift Bestand haben wird, weiß ich noch nicht, weil mich die Handlung beim Aufschreiben möglicherweise wieder auf Abwege führen könnte – das passiert mir öfter. Deswegen bin ich auch ein Herumschreiber vor dem Herren.

Wer mich kennt, weiß, dass einmal kurz erwähnte Ideen eine Weile brauchen und manchmal öfter neu überarbeitet werden, so dass am Schluss was Unerwartetes dabei herauskommt. Naja – bald wird sie in einer Anthologie zum Thema Essen und Trinken erscheinen und online erhältlich sein. Der ausgedachte Titel ist dann doch zwar witzig, aber nicht zutreffend und wird sich wohl ändern (müssen).