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Bevor es einen packt

Wenn die eigenen geschriebenen Zeilen den Schreibenden beim Weiterschreiben nach und nach in ihren Bann ziehen, er in diese neue Welt abtaucht, die sich da vor ihm auftut, deren Schöpfer im Geiste niemand anderes als er selbst ist, dann spürt er: Schreiben ist Macht.

Man kreiert, man erfindet und erdenkt sich Szenarien, Situationen und Charaktere und ist am Ende nichts anderes als deren Schicksalsbestimmer, also deren Gott. Aber bis es soweit ist, muss man erst mal einen Anfang finden und mit diesem auch zufrieden sein. Befindet man ihn für fortsetzungswürdig, ist alles gut. Kommt man aber nicht zu der nötigen Ruhe und der gedanklichen Distanz zum Hier und Jetzt, scheitert man in der Regel. Womit wir dann bei mir wären. Mir bleiben statt der Feierabende daher nur die rar gesäten Wochenenden und schichtfreien Tage, die es derzeit noch nicht gibt – erst ab und im August. Und so bleibt mir auch jetzt, am letzten Juliwochenende, die Hoffnung, dass ich neben privaten und familiären Aufgaben auch mein Hobby etwas pflegen kann.

Der Stand der Dinge ist nun der, dass ich drei Kurzgeschichten fertig habe, an einer neuen Callcentergeschichte und der Wiederauflage meines Kinderbuches arbeite. Außerdem wartet noch ein völlig abgedrehte Koch- und Küchengeschichte für ein Anthologieprojekt darauf, aufgeschrieben zu werden.

MIt Geduld und Spucke

Auf der Suche nach weiteren Ideen für Kurzgeschichten und/ oder Erzählungen kann ich mich nun von meinen ganzen selbstgebastelten Coverideen inspirieren lassen. A pro pos Inspiration.

Schaun wir mal, was bei rum kommt. Und die Gespenstergeschichte wird zusammen mit einer weiteren humorgruseligen Fantasygeschichte erscheinen. Mindestens mit einer weiteren. Auf Facebook hab ich´s meinen Autorenkollegen schon verraten. Die zweite Geschichte bedarf dann aber auch noch einer Neufassung. Es geht um – „Die Blutbankräuber“. Ihr wisst ja: damit Vampire eine Blutbank ausrauben können habe ich das Mittelalter mittels Zeitreise quasi in das Jetzt verlegt, und so die Realität etwas verbogen. Das gestalte ich jetzt um. Aber Fakt ist: „Gespenster sind nicht feige“. Und „Vampiren ist alles beißegal“. ( Anmerkung: So die Arbeitstitel)

Von Alltagsdystopie und Schreiburlaub

Die Dystopie des Alltags, in dem wir leben (müssen), bringt so einige Folgen mit sich. Einige sind existenzieller Natur, andere einfach nur schräg. Ausgangssperren, damit man mehr Zeit hat, sich drinnen zu infizieren, langfristige Impftermine, die aber nicht vor weiteren Tests schützen und kein Freibrief für eine Rückkehr zum normalen Leben darstellen, Kulturverbot, Shopping-Entzug, Jobverlust, Pleiten, überteuertes Toilettenpapier, Stoffmaskenverbot, Home-Schooling, Home-Office, Ausreiseverbote ( aus dem eigenen Bundesland oder sogar der Heimatstadt) … und die Liste ginge noch weiter.

Wie beruhigend ist es da, dass nun wenigstens die Kanzlerkandidaten feststehen. Dann weiß man wenigstens, auf wen man als hilfsbedürftiger Selbstständiger wütend sein darf, wenn die Corona-Hilfen nicht ausgezahlt, der Lockdown aus Ermangelung an Initiative und Ideen immer wieder sporadisch verlängert und die Renten weiter gekürzt werden.

Aber ich rege mich schon gar nicht mehr auf, als Einzelner hat man in diesen Tagen das Gefühl der Machtlosigkeit, und mit seinem Kreuz an der Wahlurne entscheidet man sowieso nur zwischen den vorgegebenen Alternativen des Establishments. Richtige Demokratie lebt von Bürgernähe, von Mitsprache, vom Ideenaustausch und von kreativen gemeinsamen Lösungen, und davon sind wir hier in Deutschland weiter entfernt, als es uns die Medien und die Politiker weismachen. Jede voller Idealismus neu gegründete Partei oder politische Bewegung landet bald schon auf den eingefahrenen Gleisen der von Lobbyisten gesteuerten etablierten Mächtigen, oder wird von eingeschleusten Rechten und anderen Idioten unterlaufen, damit ihr Image in der Öffentlichkeit bröckelt und sie keinen Zulauf hat. Beispiel? Glücksspiele werden jetzt legal in Deutschland – das ist beschlossene Sache. Wer braucht das? Der Geringverdiener? Die Home-Office-Mama mit drei Schulkindern? Der Flaschen sammelnde Rentner ? Wie denken diese Menschen wohl über Demokratie in Deutschland?

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Oh, ich wollte mich ja nicht aufregen. Stattdessen werde ich an diesem Wochenende mal wieder eine Schreibnacht veranstalten, auch wenn das alleine nicht sooo viel Spaß macht. Und ich werde das Wetter nutzen, um Sonne, Ideen und Kraft zu tanken. Mein nächster Schreiburlaub steht schließlich Anfang Mai bevor. Dnn habe ich einiges auf dem Zettel:

  • Suche eines regionalen Verlages für zukünftige dauerhafte Zusammenarbeit
  • Weitere Kurzgeschichten für das laufende Projekt schreiben
  • Endlich Beginn der Arbeit an der 2. Auflage des Gespensterbuches

Außerdem werde ich wohl meinen Gedichtband vom Markt nehmen und überarbeiten, um ihn dann evtl einem Verlag anzubieten, mal sehen. Meine e-books sollte ich vielleicht auch mal löschen und mich insgesamt neu ausrichten. Plaschke bleibt, und das Gespensterbuch kommt auch neu raus, was mit dem Ostseekrimi wird, weiß ich noch nicht. Und vielleicht kommt auch mal wieder etwas Lustiges und Schräges bei der ganzen Arbeit heraus. Ende Mai ziehe ich mal Bilanz.

Genug angekündigt

Immer nur Ideen und Cover und Absichtserklärungen bloggen, die das Schreiben betreffen, davon habe ich nun genug. Deswegen werde ich das Bloggen zugunsten des Offline-Schreibens etwas, oder besser, noch mehr einschränken und mich hier etwas zurücknehmen. Ich weiß, dass diese Blog-Webseite nicht so ganz professionell rüberkommt, wie es sich für eine Autorenseite gehört, aber ich bin auch kein Profi. Immer noch habe ich einen ziemlichen Respekt vor der Bezeichnung Schriftsteller. Obwohl ich gern einer wäre, fehlt mir dazu die Stammleserschaft, ein Quantum Zeit und jene Art Durst, die nicht mit Milch und Saft zu stillen ist. Eigentlich müsste ich, oder würde ich gern Leute einstellen und anleiten, deren Job es dann wäre, für mich zu recherchieren, meine Ideen festzuhalten und auszuformulieren, sowie Spaß dabei zu haben, sich selbst da einzubringen und auch Autor zu werden/ zu sein, deren Werke ich dann gerne verlegen würde … Teamarbeit vermisse ich ein wenig in diesem Autorengeschäft, zumal ich es in anderen beruflichen Bereichen kennen gelernt habe und dem viel abgewinnen kann. Vernetzung ist nicht dasselbe, und ein Like bedeutet heutzutage nur „Ich mag dich, aber jetzt musst du mich auch mögen“. Wirkliche Empathie und ehrliches Interesse wird heutzutage nicht mehr wirklich anzutreffen sein, hinter allem steckt Kalkül. Wir verlernen das ehrliche Interesse an Anderen. Das wird und darf einem Autoren/ Schriftsteller nie geschehen. Ich weiß, wovon ich da spreche, ich kenne Außenseiter wie ich einer war.

Genug fantasiert, was ich sagen will, einmal mehr will ich meinen Fokus hier auf Kolumnen und Glossen, gern auch auf Textproben und Rezensionen richten ( die Seite Textlob ist für Rezensionen von mir gelesener Bücher gedacht, und das schon ewig). Weniger Ankündigungen, mehr Erlebtes, Überdachtes und Zitiertes. Und zwischen den Zeilen gilt dann ein Abstand von mindestens 1,5cm. *zwinker* Aber wer leise liest, darf dies auch ohne Mund- und Nasenschutz.