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Vor dem ersten Absatz: Ideen besser für sich behalten?

Warum ich das nicht kann. Einerseits verlangt es mich immer danach, Ideen für Geschichten und Bücher zu teilen, bewerten zu lassen und dafür ehrliches Feedback zu bekommen, zum Beispiel zu der Frage, ob sie für ein lohnenswertes Projekt taugen; andererseits weiß ich, dass es besser ist, sie bis kurz vor Erscheinen des Ergebnisses für sich zu behalten. Halte ich einen Einfall für gut, möchte ich ihn gern anderen Weggefährten und potenziellen Lesern mitteilen, um sie auch während des beginnenden Schreibprozesses an der Entstehung des Textes teilhaben zu lassen. Leider hat das bisher nur einmal funktioniert. Deswegen fände ich eine Art Schreibwerkstatt, ein Autorenstudio oder so eine Art Autorenredaktion sehr gut, die in solchen Zeiten wie diesen sicher den sozialen Zusammenhalt fördert. Außerdem muss man dann nicht seine Ideen der ganzen Welt im Internet zugänglich machen, sondern tauscht sie auf persönlichem Wege und viel unmittelbarer aus.

Das ist mit der Grund, warum ich manchmal auf etwas vorlaute, kommunikationsfreudige Weise (schriftlich) über manche ungelegten Eier nachdenke, Covergestaltungen für nicht existente Buchdeckel durchführe, was mich selbst immer auf gute Ideen bringt und mit mancher Vorankündigung über das Ziel hinaus schieße.

Um das tun zu können fing ich ursprünglich mit dem Bloggen an. Später kamen dann zusätzlich Glossen und Kolumnen zustande. Im Blog. Ich denke, in dieser Sache kann ich nicht aus meiner Haut, auch wenn professionelle Autoren sich anders verhalten.

Genug angekündigt

Immer nur Ideen und Cover und Absichtserklärungen bloggen, die das Schreiben betreffen, davon habe ich nun genug. Deswegen werde ich das Bloggen zugunsten des Offline-Schreibens etwas, oder besser, noch mehr einschränken und mich hier etwas zurücknehmen. Ich weiß, dass diese Blog-Webseite nicht so ganz professionell rüberkommt, wie es sich für eine Autorenseite gehört, aber ich bin auch kein Profi. Immer noch habe ich einen ziemlichen Respekt vor der Bezeichnung Schriftsteller. Obwohl ich gern einer wäre, fehlt mir dazu die Stammleserschaft, ein Quantum Zeit und jene Art Durst, die nicht mit Milch und Saft zu stillen ist. Eigentlich müsste ich, oder würde ich gern Leute einstellen und anleiten, deren Job es dann wäre, für mich zu recherchieren, meine Ideen festzuhalten und auszuformulieren, sowie Spaß dabei zu haben, sich selbst da einzubringen und auch Autor zu werden/ zu sein, deren Werke ich dann gerne verlegen würde … Teamarbeit vermisse ich ein wenig in diesem Autorengeschäft, zumal ich es in anderen beruflichen Bereichen kennen gelernt habe und dem viel abgewinnen kann. Vernetzung ist nicht dasselbe, und ein Like bedeutet heutzutage nur „Ich mag dich, aber jetzt musst du mich auch mögen“. Wirkliche Empathie und ehrliches Interesse wird heutzutage nicht mehr wirklich anzutreffen sein, hinter allem steckt Kalkül. Wir verlernen das ehrliche Interesse an Anderen. Das wird und darf einem Autoren/ Schriftsteller nie geschehen. Ich weiß, wovon ich da spreche, ich kenne Außenseiter wie ich einer war.

Genug fantasiert, was ich sagen will, einmal mehr will ich meinen Fokus hier auf Kolumnen und Glossen, gern auch auf Textproben und Rezensionen richten ( die Seite Textlob ist für Rezensionen von mir gelesener Bücher gedacht, und das schon ewig). Weniger Ankündigungen, mehr Erlebtes, Überdachtes und Zitiertes. Und zwischen den Zeilen gilt dann ein Abstand von mindestens 1,5cm. *zwinker* Aber wer leise liest, darf dies auch ohne Mund- und Nasenschutz.

Verschiedene Stufen des Optimismus

Im Laufe der Jahre lernt man als Mensch, Dinge und Gefühle immer wieder neu zu erfahren. Vieles betrachtet man unter einem anderen Aspekt. Ich habe mich entschieden, die Gelassenheit des Alters meinen Blick beeinflussen zu lassen und somit vieles leichter zu nehmen. Man sehe sich zum Beispiel mal meine 2 Sehnsuchtsgedichte an. Das erste, ein frühes Werk heißt „Der Sehnsucht pflanzt ich einen Baum“ und formuliert eine Art Lebensziel, die Sehnsucht danach, dass etwas bleibt – und sei es nur die Sehnsucht selbst. Oder es ist eine Art prophezeiende Voraussage. Dann gibt es das Gedicht eines Suchenden, in dem mein Lyrisches Ich Abschied vom Abschied, vom nächtlichen Zweifeln nimmt und ausformuliert, wonach es sich sehnt. Das Gedicht heißt dementsprechend „Auf der Suche“. Ein späteres Werk, dem ich den Titel „Sehnsucht“ gab, wartet mit einer Art stillem, durch Lebenserfahrung entstandenem Humor auf. (Als Feedback erfuhr ich von einer Leserin, dass die Zeilen bei ihr ein Schmunzeln hervorriefen.)

Alles das und noch mehr bietet mein Gedichtband „Über Horizonte Klettern“ , den es als festen Einband und als günstigeres Taschenbuch gibt. Wer mir eine Rezension schickt, bekommt mein Buch „Fritz Plaschke – Der Boshafte Verblichene“ als Dankeschön GRATIS zugesendet – egal, wie seine Rezension ausfällt. Natürlich signiere ich auf Wunsch das Buch und packe eine weitere kleine Überraschung mit ins Päckchen. Ihr erreicht mich entweder per Facebook, per Kommentar unter diesem Beitrag oder per Mail.

Ein Schlüsselbund als Hauptfigur

Woran ich gerade nicht schreibe

„Schlüsselerlebnisse“ lautet der Arbeitstitel jener Kurzgeschichte, in der ein vergessenes Schlüsselbund den Leser von Figur zu Figur, von Ereignis zu Ereignis führt und so scheinbar die Geschichte selbst erlebt. Diese episodenartige Erzählweise schließt nicht aus, dass sich die Schicksale aller scheinbar verschiedenen und nicht miteinander verwandten beteiligten Charaktere nicht doch miteinander vermischen werden. Sie könnten es jederzeit, vielleicht passiert es auch. Eine erste Textprobe liegt bereits vor, wie man hier sieht. Es ist mein erster Versuch, dem trivialen, oft banalen Alltag etwas Spannung abzugewinnen, auch wenn am Schluss sich alles vielleicht auf unspektakuläre Art aufklärt, kein Blut fließt, kein Anschlag verhindert werden muss und niemand stirbt. Das ist, was ich momentan nicht schreibe …

Was ich nicht hoffe, ist dass die Geschichte zu verworren und zu nichtssagend wird. Einen Spritzer Realismus und authentische Figuren machen aber noch keine originelle Handlung aus. Es soll nicht reißerisch werden, aber unterhaltsam. Eine Veröffentlichung ist übrigens nicht vorgesehen.