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Verschiedene Stufen des Optimismus

Im Laufe der Jahre lernt man als Mensch, Dinge und Gefühle immer wieder neu zu erfahren. Vieles betrachtet man unter einem anderen Aspekt. Ich habe mich entschieden, die Gelassenheit des Alters meinen Blick beeinflussen zu lassen und somit vieles leichter zu nehmen. Man sehe sich zum Beispiel mal meine 2 Sehnsuchtsgedichte an. Das erste, ein frühes Werk heißt „Der Sehnsucht pflanzt ich einen Baum“ und formuliert eine Art Lebensziel, die Sehnsucht danach, dass etwas bleibt – und sei es nur die Sehnsucht selbst. Oder es ist eine Art prophezeiende Voraussage. Dann gibt es das Gedicht eines Suchenden, in dem mein Lyrisches Ich Abschied vom Abschied, vom nächtlichen Zweifeln nimmt und ausformuliert, wonach es sich sehnt. Das Gedicht heißt dementsprechend „Auf der Suche“. Ein späteres Werk, dem ich den Titel „Sehnsucht“ gab, wartet mit einer Art stillem, durch Lebenserfahrung entstandenem Humor auf. (Als Feedback erfuhr ich von einer Leserin, dass die Zeilen bei ihr ein Schmunzeln hervorriefen.)

Alles das und noch mehr bietet mein Gedichtband „Über Horizonte Klettern“ , den es als festen Einband und als günstigeres Taschenbuch gibt. Wer mir eine Rezension schickt, bekommt mein Buch „Fritz Plaschke – Der Boshafte Verblichene“ als Dankeschön GRATIS zugesendet – egal, wie seine Rezension ausfällt. Natürlich signiere ich auf Wunsch das Buch und packe eine weitere kleine Überraschung mit ins Päckchen. Ihr erreicht mich entweder per Facebook, per Kommentar unter diesem Beitrag oder per Mail.

Ein Schlüsselbund als Hauptfigur

Woran ich gerade nicht schreibe

„Schlüsselerlebnisse“ lautet der Arbeitstitel jener Kurzgeschichte, in der ein vergessenes Schlüsselbund den Leser von Figur zu Figur, von Ereignis zu Ereignis führt und so scheinbar die Geschichte selbst erlebt. Diese episodenartige Erzählweise schließt nicht aus, dass sich die Schicksale aller scheinbar verschiedenen und nicht miteinander verwandten beteiligten Charaktere nicht doch miteinander vermischen werden. Sie könnten es jederzeit, vielleicht passiert es auch. Eine erste Textprobe liegt bereits vor, wie man hier sieht. Es ist mein erster Versuch, dem trivialen, oft banalen Alltag etwas Spannung abzugewinnen, auch wenn am Schluss sich alles vielleicht auf unspektakuläre Art aufklärt, kein Blut fließt, kein Anschlag verhindert werden muss und niemand stirbt. Das ist, was ich momentan nicht schreibe …

Was ich nicht hoffe, ist dass die Geschichte zu verworren und zu nichtssagend wird. Einen Spritzer Realismus und authentische Figuren machen aber noch keine originelle Handlung aus. Es soll nicht reißerisch werden, aber unterhaltsam. Eine Veröffentlichung ist übrigens nicht vorgesehen.

Weitere Gedichte in Arbeit

Es ist bekannt, dass man mit Gedichten heutzutage keinen Leser mehr hinter dem Scheselong hervorlockt. Selbst wenn es wackelt, wird er wohl ein Gedichtband drunter schieben, weil er den am ehesten entbehren kann.

Und das passiert nicht nur, weil so viele Gedichte von der schönen heilen Welt, der angeschmachteten Liebsten oder ähnlichen profanen Themen handeln. Solche meist wenig originellen Werke verstauben dann irgendwo in einem Kellerregal, einer Bücherscheune oder landen unter wackelnden Möbelstücken. Auch sind die alten Meister ja nicht jedermanns Sache, insbesondere heute, wo viele Menschen immer mehr Nabelschau betreiben und vor lauter Spießigkeit und Unwissenheit in den Feierabend-Rassismus abdriften. Solche Zeitgenossen haben für Schöngeist keine Gehirnwindung übrig in ihrer vergorenen Denkmurmel.

Da ich mit meiner Schreiberei ja nicht den Lebensunterhalt bestreite, wäre schön, wenn ich es könnte, aber es ist ja ein Hobby – fiel es mir leicht, mich dazu durchzuringen, weitere Gedichte für ein weiteres kleines Buch zu sammeln. Denn immerhin: Mein Erstling („Über Horizonte klettern“, siehe links im Menü) in diesem Genre verkauft sich fast so gut wie #Plaschke, seit ich dem fest gebundenen Buch ein günstigeres Taschenbuch hinzugefügt habe. Und auf die oben beschriebenen denkresiztenten Gedichtehasser kann ich als Leserzielgruppe gut verzichten.

Lesen für die Seele – Fehlerexemplare sind mitunter gute Ware

Was habe ich schon für tolle Bücher zum Schnäppchenpreis erstanden. Wir haben in unserer kleinen Stadt einen Buchladen, der „Rückläufer“, also nicht verkaufte Exemplare aus den Buchhandlungen anbietet, und es gibt Aktionen diverser Discounter,wo als Fehlerexemplare titulierte und, wie mir scheint, mutwillig zerkratzte und eingeknickte Exemplare günstigst angeboten werden. Wie sonst ist es zu erklären, dass auf rund 40% der Fehlerexemplare ein und derselbe Kratzer auf der Rückseite auftaucht?

Man mag etwas gegen diese Verkaufstaktik haben, aber ich als davon profitierender Kunde schüttle meine Bedenken nach kurzem Überlegen ab und entscheide mich, das gutzufinden. Immerhin kaufe ich trotzdem Bücher zum regulären Preis, soweit sie mich interessieren und so weit es mein Budget hergibt. Die Tipps dazu hole ich mir oft von entsprechenden Sendungen aus dem Rundfunk und von Autoren, denen ich im sozialen Netzwerk folge. Ich weiß, ich könnte mehr dieser Lesetipps posten an dieser Stelle … Aber ich glaube, es interessiert niemanden wirklich, ob und was ich so lese. Es interessiert ja kaum jemanden, was ich so schreibe, wenn ich schreibe. Deswegen habe ich auch angefangen, „für die Schublade“ zu schreiben, wie man so sagt. Lesen hingegen tue ich nicht „für die Schublade“, sondern für meine Seele.