Neu durchstarten als Alter Ego?

Für und Wider eines Daseins als Ghost Writer oder Pseudonym wäge ich in letzter Zeit immer mehr ab. Als „normales“ Ich bin ich wohl literarisch betrachtet in der Schublade „Humor“ zuhause. Gern würde ich mal andere Genres ausprobieren, die damit für viele Bücherwürmer nichts zu tun haben und die man von einem Autor mit Ironie und Sarkasmus, schwarzem Humor und schrägen Ideen nicht erwarten würde.

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Nochmal Gedanken zum Thema „Pseudonym“

Einerseits reizt es mich schon, andererseits habe ich Vorbehalte und Bedenken. Wie kann man unter einem fremden Namen mit Verlagen arbeiten, funktioniert das, hat man die Möglichkeit trotzdem z.B. von den Verlagen Autorenhonorare zu erhalten, wenn die EC-Kontokarte auf einen anderen Namen läuft, und, und, und… Aber die Entscheidung nochmal ein völlig unbeschriebenes Blatt zu sein – literarisch gesehen – dient ja dem Zwecke, dass man nicht nur hinter solchen unbeschriebenen Blättern sitzt, die sich nicht von alleine füllen, sondern dass man seine Ideen uneingeschränkt wuchern lassen kann, wie in einem wilden Garten.

Nun kenne ich Autorenkollegen und -kolleginnen, die ich dazu mal befragen könnte und sollte, da sie auf diesem Gebiet Erfahrungen gesammelt haben und noch sammeln. Ich bin jedenfalls dabei, mich etwas in diese Richtung zu bewegen. Was mich beim näheren Überlegen an einem Ghost Writer allerdings stört, ist dass er von der Anerkennung für seine Arbeit nicht viel abbekommen dürfte. Das, sowie die Vorstellung, dass die Bezahlung nicht besonders verlockend ist, mag eines meiner Vorurteile sein – ich weiß es nicht besser und stelle es mir so vor. Dann schon lieber Pseudonyme – aber keine so albernen wie S.K.ELETT oder I.R.GENDWER, KLAUS DROFOBIE, TOM ATE oder Lilli Putt, nein: der Name muss den Leuten suggerieren, da ist Jemand, der hat was zu erzählen, der hat viel erlebt… Liebe Gemeinde, ich bin für Ideen offen.

End-Wurf

Mein Leben als Autor biegt in die Zielgerade ein. Ich werde nach dem Erscheinen des Gespensterbuches unter meinem bisherigen Autorennamen nicht mehr weiter schreiben. Das Pseudonym existiert bisher nur in meinem Kopf, und es hier preis zu geben, würde keinen Sinn machen. Nicht vor dem Erscheinen der ersten „neuen“ Werke.

Die Unterseite auf diesem Blog „Woran ich schreibe“ gibt interessierten Lesern etwas Aufschluss darüber, wohin die nächste Gedankenreise mich tragen wird, was als nächstes Projekt vor mir liegt und ist zudem untergliedert in mehrere, allerdings (passwortgeschützte) Leseproben. Wer das Passwort haben möchte, kontaktiert mich bitte per PN über Facebook oder per E-Mail. Ein Kommentar hier im Blog tut es auch.

Warum ich 2 Leute bin

Die unterschiedlichsten Gründe bewegen Autoren mitunter dazu, gewisse Geschichten unter Verwendung eines Pseudonyms oder als ghost writer zu veröffentlichen. Auch ich denke darüber nach, da ein Buch unter meinem echten Namen bereits in einem bestimmten Genre existiert und ich mich auf anderen Gebieten des Schriftstellerns ausprobieren möchte. So erhält man als Autor die Chance auf eine unvoreingenommene Reaktion der Leser, räumt diesen Werken eine vorurteilsfreie Chance Möglichkeit ein, viel gekauft und gelesen zu werden. Diese leicht elegante Art, dem Druck nach einem Erstlingswerk auszuweichen und sich beim Schreiben darauf einzulassen, wohin die Story führt erleichtert es mir, meine Gedanken querfeldein zu schicken. So bin ich also quasi 2 Personen, zumal meine Fantasie für eine alleine zu umfangreich ist und gar nicht in nur ein Gehirn passt. mir, meine Gedanken querfeldein zu schicken. So bin ich also quasi 2 Personen, zumal meine Fantasie für eine alleine zu umfangreich ist und gar nicht in nur ein Gehirn passt.

Wenn ich mit meinem Zweitstart als Schriftsteller erfolgreicher bin als mit meinem Debüt, weiß ich, dass die Idee mit dem Alter Ego nicht ganz verkehrt war. Und wenn nicht, setze ich mein Pseudonym an der Autobahnraststätte meines Vertrauens aus. Vielleicht begegne ich ihm später nochmal im Leben, und dann erzählt es mir, was es in der Zwischenzeit erlebt hat.Und voila: Da haben wir den nächsten Roman.