Alle Beiträge von woandersmitesser

Wochentags trage ich auch schon mal einen anderen Namen.

Stadt gegeben

Ich habe mir heute die Stadt gegeben. Schuld daran war das verflucht gute Wetter. Wer entrümpelt schon gern bei schönstem Sonnenschein am Wochenende seinen dunklen Keller, auch wenn er es vorhatte? Die Leichen, die ich im Keller habe, haben eh´das Gröbste hinter sich. 🙂

Während alle Welt mit dem Handy Selfies macht, habe ich die gute alte Digitalkamera (FUJIFILM FinepixS1500 ) mal wieder entstaubt. Der optische Zoom ist einfach um Längen besser, und auch sonst kann und bietet sie mehr: Mehr Optionen, mehr funktionalen Komfort, mehr Brennweite.

Vor dem ersten Kaffee

Heute war wieder so ein Tag, an dem mich jemand vor meinem ersten morgendlichen Kaffee ansprach und mir auch noch schwierige Fragen stellte. Der Paketbote wollte wissen, ob ich ein Paket annehmen würde. Im normalen Zustand hätte ich gedacht: Au fein, ein gratis Ostergeschenk, und hätte ihm gesagt, er müsse auch keine Karte einwerfen. Und ich wäre aus dem Schneider, müsste keine Geschenke mehr kaufen, könnte das Paket einfach weiterverschenken. Und zack, Geld gespart.

Aber mit noch halb geschlossenen Augenlidern und einem mäßigen Kater von gestern spürte ich nichts als akuten Coffeinmangel und überlegte wohl zu lange, jedenfalls meldete sich der Nachbar über die Sprechanlage, öffnete die Haustür, die ich gerade vor dem Paketboten verschlossen hatte, weil meine Sichtweite durch blendendes Tageslicht eben nicht weiter als bis zu meiner Fußspitze ging. ( Das Hinunterschauen ging einigermaßen, geradeaus in den Tag hinein konnte ich nicht mal blinzeln.)

Als ich mich darauf besann, dass ich mich gerade auf den Weg zur Arbeit gemacht hatte, obwohl ich heute zu Hause hätte stattfinden sollen, von wegen schichtfrei, war ich mit einem Schlag hellwach und stürzte plötzlich putzmunter wieder die Treppe hinauf, meinem ersten Kaffee des Tages entgegen.

Unterwegs sein

In diesen bescheuerten Zeiten Urlaub zu haben und nichts mit sich anfangen zu können, weil Geschäfte, Restaurants, Kinos, Theater, jetzt auch wieder Zoos und Museen geschlossen haben, ist einer der suboptimalsten Zeitvertreibe seit Erfindung des Einkaufskorbes. da kann man nur noch haltlos und ziellos mit dem Auto durch die Gegend cruisen, chillige Musik hören und überlegen, wo man eigentlich hin will und was man dort tun oder lassen muss. Händewaschen ist überall ein Muss, Händeschütteln eher nicht.

Unter solchen Umständen legt sich sogar das schönste Wetter aufs Gemüt, und die Langeweile zu einem auf die Couch, während die Ratlosigkeit der Politprominenz in Dauerschleife aus dem TV auf uns einprasselt und in regelmäßigen 14tägigen Zyklen den Traum vom Impfen in uns Noch-nicht-Rentnern wachhält. Nicht auszudenken, was wäre, wenn letztlich sogar die Wahl im September wegen Ausgangssperren ausfiele. Wie eine von mir durchgeführte Studie zeigt, befinden wir uns dann so zwischen der vierten und fünften Welle. Wenn wir Glück haben, schaffen wir bis Weihnachten mindestens sechs davon. Aber dann müssten die Kurzzeit-Lockerungen dazwischen schon noch besser organisiert werden.

Über das und mehr denke ich nach, wenn ich ziellos unterwegs bin, weil ich viel Freizeit habe, nicht weiß, über was ich schreiben oder ob ich den Keller zum dritten Mal aufräumen soll. Und zuhause, da kennt einen ja jeder. Immer dieselben Leute, immer dasselbe Fernsehprogramm. Netflix habe ich schon leergeglotzt, meine Masken durchnummeriert und alle Streichhölzer der Größe nach geordnet. Meistens sitze ich dann bis abends rum, bohre in der Nase und hole das Letzte aus mir raus, gewissermaßen.

Morgen früh werde ich mal in den Stadtpark gehen, Jogger im Vorbeilaufen anhusten. Die kann ich nicht ab. Wie kann man nur so einen Grund haben, unterwegs zu sein?

Coverideen zum „Kräutigam“

„Der Kräutigam“ ist meine aktuellste Kurzgeschichte, die gerade fertig wurde. Dazu existieren bisher unten stehende Cover-Ideen. Diese könnten wichtig werden, wenn ich sie als e-book herausbringen sollte. Stattdessen könnte sie ansonsten auch zusammen mit weiteren, ausschließlich unveröffentlichten Geschichten evtl. als Print erscheinen. Da die Illustrationen alle nicht sooo originell sind, werde ich sie sowieso wohl eher nicht nutzen.