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Wochentags trage ich auch schon mal einen anderen Namen.

Aufräumfieber ohne Trennungsangst

Diese Original CCCP-Uhr beinhaltet ein Automatikwerk, dass es seit den Siebzigern gibt und das bis heute unverändert hergestellt wird in Moskau.

Demnächst werde ich mich von meinem vorübergehenden Hobby gänzlich verabschieden und meine erworbene Uhrensammlung auf ebay und co. verkaufen. Nicht aus finanziellen Erwägungen (wenn´s so wäre, würd ich´s zugeben), sondern aus Platzgründen und weil ich derzeit im Aufräumfieber stecke. Ich besitze eindeutig zu viele Platten, CD´s , Uhren und Klamotten zum Anziehen, Eine 2-Raum-Wohnung bietet halt nur begrenzten Platz zum Aufbewahren von Dingen, die man nicht täglich benötigt. Es werden auch Sakkos, LP´s und andere Dinge folgen und ich hoffe, dass die Sachen auf diese Weise noch genutzt werden.

Ein anderes, sich hinziehendes Projekt ist meine Kellerentrümpelung. Einerseits sehe ich, dass es darauf hinausläuft, dass ich meinen Jahresurlaub dazu nutzen werde, andererseits ist mir diese so spärlich vorhandene Freizeit zu schade. Ich schiebe diese Arbeit gerade während der dunklen Jahreszeit konsequent vor mir her. Lieber schreibe ich darüber, als es zu tun. So wie jetzt – ich könnte unten sein im Keller und Zeug aussortieren. Ein Zeichen dafür, dass mein Aufräumfieber allenfalls eine erhöhte Temperatur ist und keine bleibenden Schäden verursachen wird. Man könnte sich ja mit Pedanterie infizieren. Und dagegen gibt es noch nicht mal einen Impfstoff. Okay, bevor ich jetzt zu dem Thema komme, wünsche ich allerseits ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2022 – und höre an dieser Stelle auf.

Arbeitsplan für 2022: Alles nachholen!

Mehr und Konkreteres werde ich nicht in meinen Schreibplan für das nächste Jahr aufnehmen, wobei eine Lesung und der Besuch einer Messe schon schön wären. Bei den Buchmessen kommen nur Bad Oldesloe und Leipzig in Frage, evtl. Berlin. Als Hobbyautor wird man ja wohl noch träumen dürfen, oder?

Es wird ein arbeitsreiches Jahr werden, sowohl beruflich als auch privat. Letzteres im Hinblick auf das Schreiben (und den Ausbau des Autorenbüros 13, so dass mehr Projekte mit anderen Autoren gemeinsam entstehen, hoffentlich) . Feste (rein ideelle) Bestandteile meines Vorhabens sind Glibberbauch, der Anrufer in neuer Version und noch ein weiterer Roman. Und nach Möglichkeit mindestens eine Lesung zu halten und eine Messe zu besuchen – nicht als Teilnehmer, nur als Leser. Da kann man wunderbar Kontakte knüpfen zu Lektoren und Verlagen. Einen Jahresrückblick für 2021 verkneife ich mir – nachvollziehbar, oder?

„Gespenster sind (immer noch) nicht feige“

Klappentext. Du weißt sicher, wann Geisterstunde ist, nicht wahr? Doch kennst du auch die Menschenstunde? Auf einer Insel, sie heißt Fiesland, wohnen Gespenster, Geister und Kobolde, und sie haben eines gemeinsam:Sie mögen eigentlich keine Menschen.Und schon gar nicht jene, die wie ein Heuschreckenschwarm täglich über die Geisterstadt hereinfallen. Aber was passiert, wenn ein Menschenmädchen sich auf dieser Geisterinsel verläuft? Wie wird die Hexe Gespensta darauf reagieren? Die Gemeinheitsarmee rückt aus und das verheißt nichts Gutes. Lerne Schlotterbein, Glibberbauch und Moderich kennen und erfahre mehr über Fiesland und seine Bewohner. Aber pass auf, dass du die Insel rechtzeitig verlässt, nämlich wenn die Menschenstunde zu Ende ist. Denn sonst hustet es Mitternacht.

Soweit der Klappentext meines Kinderbuches, den ich aus aktuellem Anlass nochmal gepostet habe. Ich habe nämlich erfahren, dass es junge Leser und Leserinnen gibt, die der Wiederauflage, also der 2. Auflage des Buches schon entgegenfiebern. Das letzte verfügbare Exemplar, welches ich einer Kollegin mitbrachte, hat in der Klasse ihrer Kinder für Begeisterung gesorgt und sogar eine ebenso begeisterte Lehrerin zurückgelassen. Nun also besitze ich die Motivation, so schnell ich kann, das Buch mit Schlotterbein und Glibberbauch wieder auf den Markt zu bringen.

Noch so ein Sofasamstag

Wenn man lange schläft, kann es passieren, dass man aufwacht kurz bevor es wieder dunkel wird. Ich bin ein Künstler darin, mir Dinge vorzunehmen, die die Woche über liegengeblieben sind, und dann am Abend davor sehr spät ins Bett zu gehen. Meistens vertraue ich drauf, dass ich nicht zu spät aufwache. Aber denkste.

Dabei wollte ich heute eine Geschichte von mir abtippen und in ein Portal stellen. Ich wollte ein Kapitel eines Autorenkollegen um ein weiteres ergänzen, damit er dann wieder dran ist und dann ich wieder – wir wechseln uns ab bei der Story – aber nichts da.

Tja, das Freizeitleben eines immer müden Feierabendautoren besteht darin, dass er seiner Agenda im Kopf hinterherlebt und über eine megalange Bank verfügt, auf die er all die unerledigten Dinge schiebt, so dass sie fast hinten wieder runterfallen. Warum verdammt muss das Sofa so gemütlich, der Grog so schön dampfend und das Fernsehprogramm so einlullend sein? Das fragt er sich, während er in den Butterstollen beißt und nicht weiß, ob er kauen oder gähnen soll.

Dann platzt überraschend die Verwandtschaft in die halb aufgeräumte Singlebude, die wahrscheinlich den Grog gerochen und auch Appetit auf Stollen hat. Schulterzuckend wirft der Schreiberling seinem Schreibtisch einen Seitenblick zu: Kann man halt nix machen. Aber diesen Blitzbesuch wird die Verwandtschaft bereuen. Die Rache wird bitter.

Spätestens in der nächsten Kurzgeschichte.