Zurück zu den Wurzeln

Ja das sagt sich so leicht: “ Back to the roots“, aber das ist, worauf es zumindest mir ankommt. Ich werde mehr interagieren, mich mehr mit anderen Autorenkollegen austauschen, wenn ich schon nicht selbst Marketing in eigener Sache machen kann, weil mir Zeit und Kontakte fehlen. Und ich werde hier mehr vom, übers und für das Schreiben von Geschichten erzählen, kann aber nicht versprechen, dass sowas wie humorvolle Kolumnen und bissiger Humor unberücksichtigt bleiben werden. Das bin halt ich.

Ich habe damit angefangen, dass ich mir spezielle Gruppen auf Facebook rausgesucht habe, in welche ich mich aktiver einbringen will. Außerdem werde ich Kontakt zu regionalen Verlagen aufnehmen und auch unter Pseudonym schreiben – das läuft bereits. Warum ich das mache, habe ich bereits an anderer Stelle erklärt. Ich weiß, dass ich nicht vom Schreiben leben kann und will, weil man sich dann einem nervenden Marktmechanismus unterwirft, der dafür sorgt, dass man sich anpasst. Man schreibt, was gekauft wird. Das ist keine Option für mich. Ich schreibe, was ich mitteilen will. Außerdem hält man Bestsellerautoren für vermeintlich kluge Menschen und schaut ihnen bei jeder Gelegenheit gern aufs Maul, ins Privatleben und sonstwohin. Nachdem ich das zugegebenermaßen eine Zeit lang angestrebt habe, bin ich froh, wenn ich frühestens nach meinem Tod berühmt werde. Oder auch nicht. Vielleicht werde ich in einem meiner späteren Leben dann davon erfahren. Oups, meine Fantasie dreht durch.

Schreibblockade= Schreibblock adé!

KLEINER TIPP VON MIR. Übrigens, wenn ich wie jüngst mal wieder merke, dass es nicht fließt beim Schreiben, hilft es mir immer, den Laptop zuzuklappen, den Stift wegzulegen und mir eine andere Beschäftigung zu suchen. Je länger ich auf Krampf um Gedanken ringe, nach Worten suche und Geschriebenes ändere, desto unzufriedener werde ich dann und bedaure am Ende die verschwendete Zeit. Es hilft, wenn man nichts von sich geben kann, das Gegenteilige zu tun und sich etwas anzueignen, also zum Beispiel Fernsehen, Lesen, Theater, gern auch andere Tätigkeiten zu verrichten. Man sollte nicht lange über die Schreibblockade jammern, sie für den Moment akzeptieren und – ignorieren, indem man sie umgeht. Das ist, wie man am besten mit ihr umgeht.

End-Wurf

Mein Leben als Autor biegt in die Zielgerade ein. Ich werde nach dem Erscheinen des Gespensterbuches unter meinem bisherigen Autorennamen nicht mehr weiter schreiben. Das Pseudonym existiert bisher nur in meinem Kopf, und es hier preis zu geben, würde keinen Sinn machen. Nicht vor dem Erscheinen der ersten „neuen“ Werke.

Die Unterseite auf diesem Blog „Woran ich schreibe“ gibt interessierten Lesern etwas Aufschluss darüber, wohin die nächste Gedankenreise mich tragen wird, was als nächstes Projekt vor mir liegt und ist zudem untergliedert in mehrere, allerdings (passwortgeschützte) Leseproben. Wer das Passwort haben möchte, kontaktiert mich bitte per PN über Facebook oder per E-Mail. Ein Kommentar hier im Blog tut es auch.

Warum ich 2 Leute bin

Die unterschiedlichsten Gründe bewegen Autoren mitunter dazu, gewisse Geschichten unter Verwendung eines Pseudonyms oder als ghost writer zu veröffentlichen. Auch ich denke darüber nach, da ein Buch unter meinem echten Namen bereits in einem bestimmten Genre existiert und ich mich auf anderen Gebieten des Schriftstellerns ausprobieren möchte. So erhält man als Autor die Chance auf eine unvoreingenommene Reaktion der Leser, räumt diesen Werken eine vorurteilsfreie Chance Möglichkeit ein, viel gekauft und gelesen zu werden. Diese leicht elegante Art, dem Druck nach einem Erstlingswerk auszuweichen und sich beim Schreiben darauf einzulassen, wohin die Story führt erleichtert es mir, meine Gedanken querfeldein zu schicken. So bin ich also quasi 2 Personen, zumal meine Fantasie für eine alleine zu umfangreich ist und gar nicht in nur ein Gehirn passt. mir, meine Gedanken querfeldein zu schicken. So bin ich also quasi 2 Personen, zumal meine Fantasie für eine alleine zu umfangreich ist und gar nicht in nur ein Gehirn passt.

Wenn ich mit meinem Zweitstart als Schriftsteller erfolgreicher bin als mit meinem Debüt, weiß ich, dass die Idee mit dem Alter Ego nicht ganz verkehrt war. Und wenn nicht, setze ich mein Pseudonym an der Autobahnraststätte meines Vertrauens aus. Vielleicht begegne ich ihm später nochmal im Leben, und dann erzählt es mir, was es in der Zwischenzeit erlebt hat.Und voila: Da haben wir den nächsten Roman.

Nachtaktiv

Nein, ich kündige kein neues Projekt an. Vielmehr geht es um meine urlaubsbedingte Schlaflosigkeit, die ich eigentlich für kreative Momente zu nutzen gedachte. Das Problem ist nur: Sie blieb aus. Und das, wo ich mich doch zu den Nachtmenschen zähle, spät ins Bett gehe und es darauf anlege. Jetzt, zum Ende des Urlaubs, fällt das Fazit wieder mal mager aus: 2 Kurzgeschichten, 8 Gedichte. Und die Nachtaktivität ist keine Option mehr ab nächste Woche, wenn ich wieder mit meinem Hauptjob weitermache.

Außerdem wird dann sicherlich auch das Wetter immer frühlingshafter und mich nach der Arbeit vom Schreibtisch weglocken. Weil ich ja aber nun keinem zeitlichen Druck mehr unterliege, ständig Geschichten und Gedichte veröffentlichen zu müssen – das habe ich selbst so beschlossen, um mich auf das Schreiben für „richtige“ Veröffentlichungen bei Verlagen zu fokussieren – erfährt ja auch niemand mehr, was ich mir alles vornehme an Projekten und welches Manuskript wie lange unfertig in meiner Schublade liegt.

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Hinzu kommt, ich habe nicht nur das Schreiben, sondern auch das Lesen schon lange für mich entdeckt. Seit der zweiten Klasse war ich Mitglied in unserer Stadtteilbibliothek und habe sämtliche Kinder- und diverse Erwachsenenbücher verschlungen. In der fünften Klasse musste ich meine damals noch etwas wirren Geschichten vorlesen, weil die Lehrer es so toll fanden, dass es jemanden in der Klasse gibt, der sich seine Geschichten selbst schreibt, oder es zumindest versucht. Entschuldigt wenn ich etwas abschwiff ( …abschweifte…?) Lange Rede, kurzer Sinn: In Sachen Schreiben war mein Urlaub nicht so ergiebig wie erhofft – also alles wie immer. Und sobald ein Verlag ein Manuskript von mir annimmt, kann ich das eh´ nicht für mich behalten, und ihr erfahrt es auf Facebook, Twitter und hier. Vom 2. zum 3. April aber werde ich noch die erste und letzte Schreibnacht in meinem Urlaub einlegen.