Autorenleid (Vorsicht, es reimt sich)

Ideen in der Mittagspause halten meist nicht bis zu Hause, wenn man so lang auf Arbeit ist, dass man sie wieder vergisst. Mist …  In der Hose Eier habend macht man früher Feierabend, damit man noch etwas schreibt, bevor vom Tag nichts übrig bleibt.  Das rächt sich am Tage drauf, denn es fiel dem Chefchen auf.  Chefchen zetert, wettert, keift, weil es einfach nicht begreift, dass der Job einen Autoren, der zum Schreiben nur geboren, nervt, zermürbt und müde macht. Doch wer schreibt schon in der Nacht?  Das wär wirklich nur beknackt, also wird Zeit abgezwackt von den acht dreiviertel Stunden – und Geschichten werd´n erfunden, Stories, die man so nie las. Und das Chefchen nur so: „Waaaass??“  #feierabendautor

Husten – Wir haben ein Problem …

In die Armbeuge niesen, in die Kniebeuge husten, nur noch durch die Ohren atmen, Blähungen ausschwitzen – ich habe es satt. Mein Körper übrigens auch. Ich werde nicht als Opfer dieser Keuch- und Schniefseuche, sondern als resignierender Grobmotoriker am Ende seiner sportlichen Fähigkeiten krepieren. Kaum niese ich in die rechte Armbeuge, also in meine eigene, kommt mein Kumpel Hans und begrüßt mich mit dem coronatischen Ellenbogengruß und stupst mich dabei so kräftig, dass bestimmt einige von den Niespartikeln aus dem Ärmel meines Viskosehemdes fallen. Und das Husten in die Kniebeuge verlangt mir körperliche Höchstleistungen ab. Prompt schnuppert der Hund meiner Eltern an der beniesten Stelle und ich ertappe mich dabei, dass es mir einerlei ist, ob er sich ansteckt. Der hechelnde Allesriecher ist ja kein Überträger per se, denn er ist ja keine chinesische Fledermaus.

In Zeiten, wo sich jeder noch so kleine Hustenreiz, jedes Kratzen im Hals bedenklich anfühlt und stinknormale Menschen im Supermarkt nicht mehr von ebenfalls maskierten Bankräubern zu unterscheiden sind, ist eigentlich kaum noch Platz für Gleichgültigkeit, Solidarität, die viel gepriesene und oft beschworene, rückt mehr und mehr ins Visier der Leute. Man verehrt und feiert plötzlich die Helden des täglichen Lebens, applaudiert sich und der Welt von Balkonen herunter und ernährt sich von Nudeln, Mehl und Klopapier. Jetzt, zu Hause, hat der Deutsche ja die Zeit dazu. Home Offices schießen wie Pilze aus dem Boden, während andererseits diverse Existenzen auf dem Spiel stehen.

Wo soll das noch hinführen? Wenn eines Tages die Entwarnung kommt, werden Millionen abgesagte Kulturevents, Konzerte, Tourneen, Weltmeisterschaften, Punktspiele, Bürgermeisterwahlen, Tupperparties, Reisen, Geburtstagsfeiern, Beschneidungen, Hochzeiten, Scheidungen, Banküberfälle, Staatsbesuche und Friseurtermine auf einmal nachgeholt – und wir werden so tun, als sei nichts gewesen.

Vorbei die Zeit, da ein einfaches Hüsteln ganze Supermärkte menschenleer zu machen vermochte. So kann man sich auch gegen Übergriffe gut wehren – das hätte mir mal früher passieren sollen! In der vierten Klasse hätte ich gern dem Schwarzenegger für Arme aus der 8c gesagt „Alter, lass mich in Ruhe, oder ich huste dich an“, um ihn dann leichenblass wegrennen zu sehen.

Aber das wird nicht lange vorhalten … Bald schon verfällt Otto Normalverbraucher wieder in sein gewohntes Alltagsmuster und hat das Dazugelernte wieder vergessen. Bald schon niest er wieder in die Armbeuge des Sitznachbarn auf dem Flur des Arbeitsamtes, applaudiert nicht mehr den Helden des Alltags, sondern Helen Fischer aus der ersten Reihe heraus und trägt seinen letzten Mundschutz als Tanga am FKK-Strand, weil er auf brave, gesittete Weise freizügig sein möchte. Vielleicht verschenkt er das Ding ja noch weiter hinterher, wer weiß … Ich würd´s nicht nehmen. Ich würde ihm was husten.

Kleine Auktionspause

Als Uhrenfan habe ich erste Versteigerungen auf ebay erfolgreich hinter mich gebracht, wenngleich ich dabei auch noch nicht ganz kostendeckend gearbeitet habe.  musste erstmal wieder Auktionserfahrung sammeln und checken, was die Leute so auszugeben bereit sind.  Auktionen machen Spaß, und zwar sowohl als Käufer und Versteigerer gleichermaßen.  Und auf diese Weise wandern viele coole Chronometer und Chronografen, Automatik- und Taucheruhren durch meine Hände, mehr, als ich sonst je betrachten und ausprobieren könnte. Für das Gefühl, diese mal am Handgelenk zu haben oder evtl auch für eine Zeit behalten zu können, mache ich gern beim Versteigern finanzielle Abstriche.

Seit einem Jahr fröne ich diesem Hobby und es waren schon seltene Modelle dabei, weltweit streng limitiert und für die unterschiedlichsten Geschmäcker. Schweizer  Präzisionsuhren wie die Tissot PR 50 Sport , russische Automatikuhren wie die Spasskaya, und Sportchronographen wie die „GRENOBLE“ von Oscar Emil aus London.

Derzeit sind die Auktionsergebnisse nicht so sehr hoch, so scheint es mir. In der Hoffnung, dass ich nach dieser  ganzen Alltagsbeschränkung etwas andere Preise erzielen kann, pausiere ich nun erstmal auf ebay, zumindest, was Uhren betrifft. Einmal dort vorbeizuschauen, lohnt sich nicht nur für Uhrenfreunde, man findet mich dort unter meinem altbekannten LOG IN – Namen

die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges