Jetzt wieder ebay

pexels-photo-2533352.jpeg
Photo by Philbert Pembani on Pexels.com

Auf der Suche nach einer Verkaufsmöglichkeit bin ich unter all den Apps und Portalen doch wieder auf ebay gekommen. Es geht darum, dass ich mich von einigen Dingen trennen und mit leichtem Gepäck reisen will, wie man so singt. So löse ich meine Platten- und Uhrensammlung auf und reduziere meinen Bücher- und CD-Bestand. Kauft man eigentlich noch CD´s im Laden, in Zeiten von Streamingdiensten und Internetradio? Ich schon, weil ich will, dass die Künstler fair bezahlt werden. Ist ja bei den Streamingdiensten so eine undurchschaubare Sache, oder?

111Wie gesagt, demnächst bin ich also wieder auf ebay zu finden. Wenn es funktioniert, habe ich auf diese Weise wieder Platz in meinen Kommoden und etwas weniger Platz auf meinem Konto gewonnen. Und vielleicht kann ich da ebenfalls noch das eine oder andere Schnäppchen ersteigern. Seinerzeit habe ich mit ebay ja aufgehört, weil ich erfuhr, dass die Spaßbieter und andere Gauner dort zahlenmäßig zunahmen. Aber die hat man heute leider Gottes ja überall.

 

Karneval – mir egal

Es muss sich nicht alles wiederholen. Nicht zu jeder neu anstehenden Kamellewurfsaison, auch Karneval genannt, und auch nicht zum Jahreswechsel und anderen Feiertagen. Was ich meine, ist die Tatsache, dass sich hier dazu schon genug Postings meiner Wenigkeit finden, so dass ich mir heuer eine beißende Satire gegen die Jecken verkneife. Dass ich als eher introvertierter Muscheltreter nicht auf Kommando Frohsinn versprühe oder nur dann feiere, wenn mich der Kalender dazu auffordert, erklärt sich von selbst. Kann man hier im Archiv nachlesen. Einfach mal „Karneval“ eingeben in der Suchleiste. Ähm… tja… nun ist das hier doch noch ein Posting geworden.

 

Nochmals zurück zu damals

Von Plattenbauproleten und Faltbeutelprinzen, von Pionieren  mit Pfandflaschensammelsyndrom, Altstoffhändlern und Helden der Arbeit könnte eine in meiner Kindheit angesiedelte Geschichte handeln, die das Leben in der so genannten Platte und die Sorgen, Ängste und kleinen Freuden deren Bewohner widerspiegeln soll. Die Siebziger und frühen Achtziger waren nun mal die Periode meiner Kindheit und Jugend und sind mir daher noch gut in Erinnerung. Sicher werden autobiografische Erlebnisse einfließen,  aber etwas zusätzliche Fiktion ist unentbehrlich, um etwas mit der Absurdität mancher Ereignisse, den Verhaltensweisen der Figuren und dem Schicksal zu spielen – etwas, dass man als Autor immer wieder genießt, wenn man seine Fantasie einfach auf dem Papier (oder Monitor) auslebt.  Es geht um Dederonschürzen , Sandkastenfreunde und die Betriebsgewerkschaftsleitung, um  Mangelwirtschaft und nachbarschaftliches Vertrauen, um soziale Hilfsbereitschaft die durch die Abschottung der DDR für die Bürger überlebenswichtig war. Alledem wohnte dennoch, trotz aller Widrigkeiten, eine  Art sozialer Unbeschwertheit inne: Die Mieten waren staatlich subventioniert und sehr günstig, das Gesundheitswesen verstaatlicht und für alle sozialen Schichten  kostenlos, das Bildungssystem zwar politisch indoktriniert, aber vereinheitlicht und die Lehrpläne nicht in jedem Bezirk anders.  Ein Schulwechsel stellte also zu keiner Zeit ein Problem dar.

Durch die Mauer und die eingeschränkte Reisefreiheit hielten sich Kriminalität und ansteckende Krankheiten wie Epidemien sehr in Grenzen. Diese positiven Begleiterscheinungen sind ehemaligen DDR-Bürgern heute noch sehr gegenwärtig, und manche erinnern sich wehmütig daran, zumal es heute völlig anders aussieht – auch dank des Globalisierungswahns und der allgegenwärtigen Europa-Euphorie.  Auch ist es einem Nichtossi schwer begreiflich zu machen, dass früher vieles zwar  grau und trist war,  aber dadurch auch eine gewisse Bauernschläue und Improvisationsvermögen bei den Leuten entstand. Der Gemeinschaftssinn war groß, sei es in Kollegenkreisen, Hausgemeinschaften, Familien oder Lerngruppen. Fremde Menschen halfen einander uneigennützig ohne zu fragen, man lernte schnell einander kennen, weil es normal war, miteinander freundlich umzugehen und viel zu kommunizieren.

Mag sein, dass die heutige Zeit Leute wie mich dazu bringt, alles etwas verklärt durch eine rosa Brille zu sehen. Aber ich habe auch Hochachtung vor heute aufwachsenden jungen Menschen, die es in dieser schnelllebigen Zeit so viel schwerer haben, in diesem System zu bestehen, als meine Generation es damals hatte – ohne Telefon, Internet, verstopfte Straßen und Brandanschläge.  Andererseits werden sie es womöglich nie anders kennenlernen.  Ich aber würde es ihnen wünschen, damit sie dann vergleichen können – so wie ich. Ja, und darüber will ich schreiben.

 

Unterhaltsames Kaffeebuch (Lesetipp)

Eine amüsante Frühstücksgeschichte, die auf einer alten Idee von mir basiert, könnte demnächst als BookRix-ebook erscheinen. „Als der Kaffee alle war“, ging es in jenem Café, wo die Episode spielt,  drunter und drüber. Ich sage nur, Reisegruppe.  Weitere Episoden

um und zum Kaffee gibt es übrigens in nachfolgendem Buch(Abb. durch Klick vergrößerbar) Meine o.g. Geschichte war als Beitrag für diese Anthologie zu lang, weswegen ich dann mit einem Gedicht dabei war. Inzwischen will ich aus der chronologisch aufgelisteten, nur halbherzigen Schilderung der Geschehennisse um den ausgegangenen Kaffee ein Buch machen. Vielleicht wird es auch so ein Sammelband von Kaffeegeschichten, wie ich ihn schon mal anstrebte. Und dann, wegen des selbst auferlegten Veröffentlichungsstopps, erscheint das Resultat eben nur für BookRix-Leser. Hier noch ein paar Eckdaten zum heutigen Lesetipp.

 

  • Taschenbuch: 185 Seiten € 13,50
  • Verlag: Wendepunkt Verlag; Auflage: Aber bitte mit Sahne! Kaffeehaus-Geschichten (30. April 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 394268859X
  • ISBN-13: 978-3942688598

 

die erklärung manchen dinges aus sicht eines schreiberlinges