Reisetipp: Norwegens Postschiffroute

Interessante Urlaubsidee, die ich als Tipp mal aufbereitet habe. Fotos folgen noch. Am preiswertesten ist es häufig im Herbst, also September bis November, zur besten Nordlichter-Zeit.

Die Blogwurst.

Seit 1893 wird die Postschiffroute befahren, werden Waren und Postsendungen ausgeliefert, in 12 Tagen werden 34 Häfen nach einem straffen Zeitplan angelaufen. Später, im Laufe der Zeit, entdeckte man bei Norwegens noch sanktioniertem Postschiffroutenbetreiber Hurtigruten neben dem inländischen Fährverkehr auch den Tourismus als Einnahmequelle. Doch bald werden von der Regierung die Sanktionen eingestellt, so dass der Markt für Mitbewerber freigegeben wird. Aber die Schiffsreiseleiter und Spezialisten von Hurtigruten verfügen über langjährige Erfahrungen und informieren die Gäste unterhaltsam und themenbezogen. Kreuzfahrtschiffe wie die der AIDA-Flotte, neben denen Hurtigruten-Schiffe wie Lotsenboote aussehen, werden in absehbarer Zeit die Fjorde Norwegens nicht mehr zu sehen bekommen.

Kreuzfahrtschiffe wie die der AIDA-Flotte, neben denen Hurtigruten-Schiffe wie Lotsenboote aussehen, werden in absehbarer Zeit die Fjorde Norwegens nicht mehr zu sehen bekommen. Wir reden von verhältnismäßig kleinen Hybridschiffen, die zwischen 250 und 500 Passagiere maximal beherbergen können, also keine Umweltsäue sind wie die Riesenkreuzfahrtschiffe anderer Mitbewerber. Einige…

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Nächtliche Hirngespinste und der „ESC“ 2022

Letztens habe ich wieder nachts geschrieben. Ich nenne das nicht mehr „Schreibnacht“, wenn ich alleine schreibe. Zumal ich das derzeit konsequent offline durchziehe. Aber Ideen sind dann einen Hauch bunter und ausgefallener, so will mir scheinen. Sprachliche Feinheiten fallen mir dann schneller ein, so mein Empfinden. Aber ich kann sowas derzeit nicht spontan in meine Agenda einbauen, sondern muss die Nacht, in der ich aufbleibe, planen. Und das meines Vollzeitjobs wegen. Daran wird sich so schnell nichts ändern.

Anfangs beschränkte sich das Schreiben auf Bloggen und Plotten an jenem Abend. Ich trank dazu alkoholfreie Getränke, um klar denken zu können und schmiedete eine Handlung für einen Thriller, dem Erlebnisse aus meinem Leben zugrunde liegen. Dabei testete ich Papyrus Autor 11 und verfasste einen kurzen, bebilderten Blogpost zum Eurovision Song Contest und dessen fulminantem vorhersehbarem Ausgang. Erst in der Pause nach ca 2 Stunden goss ich mir ein Glas Wein ein, aber meine Gedanken schwiffen …. schwoften… schweiften weiter ab. Ich sah mich in verschiedenen Rollen beim „ESC“ auf der Bühne, wähnte mich als teilnehmender Künstler auf dem letzten Platz, als Beleuchter mit Höhenangst vom Gerüst stürzend und im Gipsbett landend, als Zuschauer in der vorletzten Reihe nahezu ohne Sicht und als korruptes Jurymitglied mit einer riesengroßen, anfangs noch leeren Brieftasche hinter der Bühne die Garderoben abschreitend. Das einzige Teilnehmerland, welches nicht bereit war, bei mir Punkte zu kaufen, war die Ukraine. Das war der wahre Grund für deren Sieg – in meiner Gedankenwelt. Gut, dass ich die schräge Geschichte nicht zu Ende schreiben konnte – weil wieder mal mein Rechner etwas dagegen hatte und ebenso abstürzte wie ich als Beleuchter auf dem „ESC“. Oder war der Rechner gar nicht abgestürzt? Hatte ich aus Versehen und in Gedanken am Ende gar die „ESC“-Taste gedrückt?

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Dystopie von gestern ist Realität von heute

Jahrelang liest und schreibt man düstere Scifi-Bücher, mystische Fantasy und schon kommt das pandemiedurchtränkte Jahr 2020 wie eine schlecht umgesetzte Dystopiegeschichte daher. So sureal und unwirklich das Szenario vor zwei Jahren noch schien, so irrwitzig real ist es jetzt: Pandemie hin, Verschwörungstheorie her. So langweilen sich viele Elternteile und sonstige Arbeitnehmer im Home Office, oder sie stressen sich angesichts dieser veränderten Umstände umso mehr, insbesondere, wenn zum Beispiel das Geld knapp wird, das Internet ausfällt und die lieben Kleinen bespaßt werden wollen.

Eine Offline-ToDo Liste oder eine Art Beschäftigungsplan für aufgabenlose Zuhausebleiber hilft oftmals bei der Suche nach sinnvollen Beschäftigungen. Lesen, Schreiben, Abwaschen, Staubwischen und Aufräumen kosten kein Geld und erfordern nicht zwingend einen intakten Internetzugang – es sei denn, man schaut Anleitungsvideos auf Youtube weil man wissen will, wie Abwaschen geht. Bezüglich COVID frage ich mich , wieso man nicht die Abstandsregeln auch bei bestehenden Zweifeln an deren Notwendigkeit einhält – vorsichtshalber und zum Schutze der Mitmenschen. Aber Mitmenschlichkeit rangiert bei manchen Demonstranten irgendwo weit hinter den eigenen Bedürfnissen, ihr Egoismus geht vor. So werden uns noch manche feierwütige, besoffene Abstandsverweigerer ansteigende Fallzahlen bescheren und ihre Wut über die leidende Wirtschaft und die Lockdowns auf Demos herausgrölen. So lange sie noch grölen können, ohne selbst irgendwann Blut zu husten.

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Auch angesichts des Krieges in der Ukraine werden die Sorgenfalten nicht weniger, und eine gute dystopische Geschichte, die zu schreiben ich mir mal vorgenommen habe, fällt zunehmens schwerer – scheint doch die Gegenwart langsam zur Dystopie zu verkommen. Alles war schon einmal da, oder scheint nicht mehr unvorstellbar zu sein. Schattenstaat, Diktaturen, Sklavenhandel, Terrorrismus, Bruderschaften, Gesinnungsgemeinschaften wie Parteien und Cliquen – und Kriege.

Dennoch bleibe ich optimistisch und werde mir früher oder später eine dystopische Story mit Fantasy-Einflüssen ausdenken und daran basteln, bis sie dystopisch genug rüberkommt. Hauptsache, der Frieden wird nicht eines Tages in die Zukunft abdriften und zur Dystopie werden.

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Über Humor in schweren Zeiten

Dem kalten März schlägt unterm Nerz ein fröhlich scherzend Herz. Mag ihn der Schalk im Nacken auch zwicken und zwacken – für Narreteien ist es zu spät. Schaut selbst, wie es in der Welt zugeht.

Dirk Harms 2020

Ja, derart hin- und hergerissen weiß man oft nicht, ob man noch humorvoll sein und bleiben darf, oder nicht doch als taktloses, unsoziales Arschloch gebrandmarkt wird, wenn man angesichts dieser schweren Zeiten weiter lustige Sachen schreibt. Schnell wird man dann zum ewigen Hofnarren abgestempelt und nicht mehr ernst genommen.

ABER: ich hadere da nicht mit mir, sondern folge meinem inneren Kompass. Deswegen habe ich zunächst einige Kurzgeschichten in meinem Blog jenen Leuten zugänglich gemacht, die keine E-books mögen und dennoch neugierig auf mein experimentelles Schreiben sind. Experimentell nenne ich es nicht wegen Lautmalereien oder Allliterationen, wegen einer interessanten Vermischung der Genres oder so – sondern im Hinblick auf Ideen und Wendungen in der Handlung, also dem Plot einer Erzählung. Und im Hinblick darauf, wie gut und glaubhaft mir die charakterliche Zeichnung der Figuren gelang. Daran übe ich nämlich (noch immer).

dav

Geheime Signale

Der Brauch, sich die Hose halb herunter zuziehen, weil es lässig und cool aussieht, stammt aus den USA des mittleren 20.Jahrhunderts. In den dortigen Gefängnissen war Sex unter Strafgefangenen verboten, umso mehr, weil es meist mit Gewalt und Demütigungen einher ging.

War doch jemand bereit dazu, sich zur Verfügung zur stellen – zum Beispiel für Analsex – trug er die Hose so, dass der Hintern nur halb bedeckt war. Dieses geheime Signal machte schnell die Runde in den Zellen und beim Hofgang, wurde bald von unwissenden Kids der Strafgefangenen „adoptiert“, weil es cool aussah und wie ein eigener Modestyle wirkte.

Mir scheint, das ist keinem bewusst. Deswegen muss ich immer insgeheim schmunzeln, wenn ich heutzutage jemanden so rumlaufen sehe.