Archiv der Kategorie: Kultur

Handschrift war gestern

In den Siebzigern lernte man in der Schule noch Schönschrift, Druckschrift, Schreibschrift und DIN-gerechte Standardschrift, wie sie für technische Zeichnungen verwendet wurde. In der DDR hieß das Pendant TGL. Handschriftliches und technische Zeichnungen vom Reißbrett sterben langsam aus – wir leben schließlich in einer volldigitalisierten Welt.

Wie viele meiner Geschichten schrieb ich als Kind mühevoll von Hand in eigens dafür gekaufte Schulhefte, deren Zweckentfremdung manchem Lehrer im Unterricht erst später auffiel. Auch unterwegs ging es mit Notizbuch und Stift am schnellsten, wenn man Ideen oder andere Dinge kurz festhalten musste. Mitschreiben im Unterricht mit einer Schreibmaschine? Undenkbar. Rechner gab es noch nicht.

Ja man kann auch handschriftlich auf einem Display arbeiten, aber das hat mit Stil und Kultur wenig zu tun.

Bekanntes Neu entdecken

Wer das vermag und sich dafür Zeit nimmt, der wird sich inspiriert fühlen und bringt damit seine Fantasie auf eine neue Spur. Jüngst verspürte ich dieses Gefühl im Stadthafen meiner Heimatstadt und konnte hier Anregungen für weitere Gedichte und möglicherweise kleine Geschichten sammeln. Dazu musste ich nur einen freien Tag von morgens bis abends draußen verbringen, wobei es half, dass das Wetter mitspielte.

Man kann sowohl Orte als auch Menschen, die Landschaft, den (in meinem Fall klaren) Himmel oder diverse andere Dinge auf sich wirken lassen – natürlich ist es unschön, wenn es da diese Abstandsregeln, den Mund-Nasenschutz und andere Auflagen gibt, aber das war zum Glück nicht immer so.

Und selbst ein originell gestaltetes Bild an der Wand, eine kreativ verzierte Hausfassade, ein urwüchsiges Fleckchen Natur oder sonstige uns begegnende Kuriositäten, die wir zu versäumen drohen, wenn wir nur gesenkten Hauptes durch den Tag schleichen, könnten uns bewusst machen, dass jede Stunde, jeder Augenblick immer wieder anders daherkommt. Auch daraus, nicht nur aus Erlebtem, kann ein Autor seine Ideen zum Schreiben beziehen.

Die Kunst aber ist kein Handwerk, sondern Vermittlung von Gefühlen, die der Künstler empfunden hat. (Leo Tolstoi)

Kleine Auktionspause

Als Uhrenfan habe ich erste Versteigerungen auf ebay erfolgreich hinter mich gebracht, wenngleich ich dabei auch noch nicht ganz kostendeckend gearbeitet habe.  musste erstmal wieder Auktionserfahrung sammeln und checken, was die Leute so auszugeben bereit sind.  Auktionen machen Spaß, und zwar sowohl als Käufer und Versteigerer gleichermaßen.  Und auf diese Weise wandern viele coole Chronometer und Chronografen, Automatik- und Taucheruhren durch meine Hände, mehr, als ich sonst je betrachten und ausprobieren könnte. Für das Gefühl, diese mal am Handgelenk zu haben oder evtl auch für eine Zeit behalten zu können, mache ich gern beim Versteigern finanzielle Abstriche.

Seit einem Jahr fröne ich diesem Hobby und es waren schon seltene Modelle dabei, weltweit streng limitiert und für die unterschiedlichsten Geschmäcker. Schweizer  Präzisionsuhren wie die Tissot PR 50 Sport , russische Automatikuhren wie die Spasskaya, und Sportchronographen wie die „GRENOBLE“ von Oscar Emil aus London.

Derzeit sind die Auktionsergebnisse nicht so sehr hoch, so scheint es mir. In der Hoffnung, dass ich nach dieser  ganzen Alltagsbeschränkung etwas andere Preise erzielen kann, pausiere ich nun erstmal auf ebay, zumindest, was Uhren betrifft. Einmal dort vorbeizuschauen, lohnt sich nicht nur für Uhrenfreunde, man findet mich dort unter meinem altbekannten LOG IN – Namen