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Vor dem ersten Absatz: Ideen besser für sich behalten?

Warum ich das nicht kann. Einerseits verlangt es mich immer danach, Ideen für Geschichten und Bücher zu teilen, bewerten zu lassen und dafür ehrliches Feedback zu bekommen, zum Beispiel zu der Frage, ob sie für ein lohnenswertes Projekt taugen; andererseits weiß ich, dass es besser ist, sie bis kurz vor Erscheinen des Ergebnisses für sich zu behalten. Halte ich einen Einfall für gut, möchte ich ihn gern anderen Weggefährten und potenziellen Lesern mitteilen, um sie auch während des beginnenden Schreibprozesses an der Entstehung des Textes teilhaben zu lassen. Leider hat das bisher nur einmal funktioniert. Deswegen fände ich eine Art Schreibwerkstatt, ein Autorenstudio oder so eine Art Autorenredaktion sehr gut, die in solchen Zeiten wie diesen sicher den sozialen Zusammenhalt fördert. Außerdem muss man dann nicht seine Ideen der ganzen Welt im Internet zugänglich machen, sondern tauscht sie auf persönlichem Wege und viel unmittelbarer aus.

Das ist mit der Grund, warum ich manchmal auf etwas vorlaute, kommunikationsfreudige Weise (schriftlich) über manche ungelegten Eier nachdenke, Covergestaltungen für nicht existente Buchdeckel durchführe, was mich selbst immer auf gute Ideen bringt und mit mancher Vorankündigung über das Ziel hinaus schieße.

Um das tun zu können fing ich ursprünglich mit dem Bloggen an. Später kamen dann zusätzlich Glossen und Kolumnen zustande. Im Blog. Ich denke, in dieser Sache kann ich nicht aus meiner Haut, auch wenn professionelle Autoren sich anders verhalten.