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Wenn Buchmesse, dann Berlin

buecher swEhrgeizig, wie ich war, habe ich mein zur Verfügung stehendes Budget überschätzt und wollte Buchmessen und Lesungen aus eigener Initiative über das Jahr verteilt planen. Dafür muss ich erstmal mehr Lesestoff liefern. Die Wirtschaftlichkeit solcher Unterfangen muss beachtet werden. Es rechnet sich nicht, wenn eine Buchmesse sehr viele Kosten verursacht, weil das durch verkaufte Bücher wieder eingefahren werden muss. Darum überlege ich nun, als Mitaussteller zusammen mit anderen Autoren wenigstens an der BuchBerlin  2020 teilzunehmen und hier dann ausführlich zu berichten. Mitaussteller zahlen eine sehr günstige Pauschale, bekommen auch Ausstellerausweise  und sind zudem mit Autorenkollegen an ihrer Seite nicht allein am Messestand. So würde ich Erfahrung sammeln und vielleicht einen ersten Schritt in Richtung mehr Vermarktung machen. Ich habe Kontakt dscf6001azu den Veranstaltern aufgenommen, um diverse Fragen vorab zu klären und mich mit Autoren vernetzt, um zu prüfen, was in Sachen gemeinsamer Ausstellungsfläche machbar ist. Jetzt heißt es, Geld zusammen kratzen und Daumen drücken. Leipzig, Limburg und Frankfurt sind auch Ausrichtungsorte von Buchmessen, die mich eigentlich interessieren, aber das wäre zu unwirtschaftlich. Schließlich bin ich nur Autor und kein ökonomischen Sachzwängen unterliegender Verlag.

Buchmesse Berlin – Kurzrückblick

Der Besuch der Buchmesse in Berlin war ein inspirierendes Highlight. Und das, obwohl ich dieses Jahr als Besucher und noch nicht als Standinhaber dort war. Der Plausch mit den Autorenkollegen war wie immer motivierend und leider viel zu kurz. Und natürlich gab es interessante Neuerscheinungen und diverse Gadgets wie Lesezeichen, Kullis usw.

Ich konnte auch klären, warum der Preis meines aktuellen Buches so dermaßen hoch ausfällt. Es muss an einem Dateifehler im Format liegen, oder es ist eine der Einstellungen versehentlich von mir falsch gewählt worden. Ich überprüfe das noch im November. Als Ergebnis müsste das Taschenbuch ca 10 € günstiger werden können.

Oben das Cover vom e-book (1,99€), das besser läuft als das Taschenbuch

In den nächsten Tagen werden e-book und Taschenbuch nochmal neu auf der Plattform des Distributors formatiert und überarbeitet. Ich hoffe mal, das die Onlinehändler dann auch die neuen, niedrigeren Preise übernehmen.

Bücher auf der Buchmesse kaufen? Warum nicht? Woanders ist auch Scheiße.

Für manchen leseinteressierten Besucher wird die Buchmesse – egal ob in Leipzig oder Frankfurt- schnell mal zur Suchmesse. Wenn es nämlich darum geht, ein für ihn oder sie interessantes Buch zu erstehen, steht der geneigte Leser – oder die geneigte Leserin – vor einer schweren Aufgabe angesichts des Angebotes. Aber zum Glück hat er/sie ja Zeit bis zum letzten Messetag: Erst dann dürfen Bücher (offiziell) verkauft werden. So kann der Messebesucher von Donnerstag bis Samstag Bücher anlesen, Autoren befragen, für 3-5min an Lesungen teilnehmen, die Suchmaschine seines Vertrauens nach seinen Favoriten befragen, so er denn ein Smartphone nebst Empfang dabeihat und fix mal eben einen Online-Kredit aufnehmen, falls sein Buch-Interesse größer als seine Lohntüte ausfällt.

Ich hingegen höre, mag und checke die Buchempfehlungen auf Deutschlandradio Kultur und kann deshalb ohne Geldbörse über die Buchmesse schlendern – auch am Sonntag, dem letzten Messetag. Nicht, dass ich den Umsatz in Leipzig schmälern will- deswegen schreibe ich diesen Blogpost ja auch erst kurz vor Anbruch von Tag1 nach der LBM.

Dennoch bin ich schon gespannt, was befreundete Autorenkollegen von der und über die, insbesondere auch nach der Messe berichten.

Oft allerdings müssen meine speziellen Buchwünsche auch in der Buchhandlung meines Vertrauens erst bestellt werden. Hm. Na, toll. Und schon ertappe ich mich dabei, wie ich im Netz auf das große A schiele, dass sich selbst immer so unnötig klein schreibt. Spätestens dann bereue ich, dass ich nicht die 120€ Benzinkosten und die 90€ Übernachtungskosten, ebenso die 40€ Eintrittskosten für Leipzig investiert habe. Geld wird nämlich überbewertet. Sagt mein Broker auch immer wieder. 🙂 Nee, im Ernst:  Bargeld soll wohl demnächst abgeschafft werden – ich kenne jemanden, der hat schon keins mehr.

Und damit mir das nicht passiert,  insbesondere beim Bücherkauf, schreibe ich mir meine Bücher lieber selbst. Vielleicht werden die dann auch mal auf Deutschlandradio Kultur empfohlen – oder wenigstens verrissen.  Vor lauter Freude würde ich dann glatt der GEZ ein Exemplar senden …  🙂

Blogger sein auf der LBM – vielleicht, wenn ich groß bin

Auch als literaturbegeisterter Blogger ist eigentlich die LBM ein interessanter Ort, um Autoren, Verlagsvertreter und ähnliche bibliophile Zeitgenossen zu treffen und zu interviewen. Die Bloggerlounge auf der Leipziger Buchmesse erfordert eine Akkreditierung und einen in der Branche etablierten Blog, auf dem regelmäßig Fachbeiträge oder dergleichen erscheinen. Also müsste ich erst einmal anfangen, an dieser Stelle öfter Interviews oder Rezensionen zu schreiben und/ oder  über Selfpublishing und DKZV´s schwadronieren. Vielleicht genügen auch Autorentipps ( achgott, wie innovativ) oder Buchempfehlungen?

Man kann wohl kaum dieses sporadische Schreibgebrabbel hier auf der Seite, unterbrochen von vereinzelten Fotogalerien und ein wenig MP3 (und damit meine ich keinen neuen betörenden Autorenduft) als fachlich schwer bedeutsames Philosophieren bezeichnen, das leuchtet selbst mir ein. Andererseits würde das bedeuten, nicht mehr so zu schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist, oder zumindest immer an bestimmte Themen zu denken. Ob ich das will und durchhalte auf Dauer?

Natürlich würde ich gern mir bekannte und verhörenswerte Schriftsteller und Autorenkollegen zu einem BlogTalk auf die von ihren Werken umsäumte Couch bitten, hätte auch einige originelle Fragen parat, gleichwohl bleibt mir dieses Jahr mangels gehaltvollem und tiefgründigem Blogging  zwar der Versuch einer Akkreditierung unbenommen, aber noch ist er nicht die Mühe wert.

Trotz alledem: Auf nach Leipzig!

Wenigstens sieht es bisher so aus, als führe ich wenigstens als Besucher nach Leipzig. So kann ich wenigstens mal an der Bloggerlounge vorbei huschen oder Fotos machen. Und Leute treffen ist auch eine Option. Ich würde ja hier darüber berichten, aber dann liefe das ja auf eine angestrebte Versachlichung dieses Blogs hinaus und röche doch zu sehr nach gekünstelt-seriöser Fachlichkeit mit dem Bestreben, für die nächste LBM als Blogger akkreditiert zu werden.  Nee, meine Fachkenntnisse gehen keinen was an, der  mich nicht danach fragt.  Mein Humor schon. Wieso? Ach, fragense mich lieber nicht.