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Zu viele Menschen, zu triste Sonntage

Man hat ja sonntags keine Wahl: Wer nicht arbeitet, geht einem seiner F-Hobbies nach: Faulenzen, Familie, Fernsehen oder F… Freude spenden. 🙂 Familie heißt Kaffee und Kuchen bei schönem Wetter auf der Terrasse von Tante Emilie und Onkel Bruno, kann bei schlechtem Wetter auch gleichzeitig Fernsehen bedeuten. Bei schlechtem Wetter (oder bei mürrischen, immermüden Teenagern) ist Faulenzen angesagt, gleich nach dem Mittagsabwasch, versteht sich. Gut, die männlichen Pubertiere bewegen sich sonntags nicht mehr als nötig. Die weiblichen Artgenossinnen verlassen da in der Regel ( sorry, unbeabsichtigter Wortspielalarm) schon etwas eher die Deckung und sind zumindest beim Weggehen und Wiederkommen leichter auszumachen. Oder sie sind schwerpunktmäßig verbal orientiert und kommunizieren mit Gott und der Welt per sozialen Medien. Was ich sagen will, alle Alternativen der Beschäftigung für Sonntage dienen der Reproduktion der Arbeitskraft, mehr oder weniger. Man tritt kürzer, isst länger und schläft tiefer, träumt farbiger und lächelt schon mal grundlos seine Tasse Kaffee auf dem Frühstückstisch an.

Währenddessen dreht sich die gemeine Welt da draußen aber nicht nur werktags weiter. Über Medienticker wabern Nachrichten, die uns mögliche Wahrheiten ebenso vorgaukeln wie vorenthalten, damit wir uns da-“nach richten“, die Politik schraubt weiter an einer gigantischen neuen Weltordnung, ohne dass sie es merkt, und ein Trump allein macht dabei auch noch keine Apokalypse.

Die Fäden, an denen wir alle hängen, laufen irgendwo zusammen, und darüber wer die Geschicke oder Missgeschicke dieser Menschheit lenkt, gibt es ebenso Verschwörungstheorien wie beängstigende Fakten.

Aber ich behaupte, auch wenn manches davon wahr sein könnte, was sich im Internet so zum Beispiel zum Thema NEUE WELTORDNUNG oder BEVÖLKERUNGSMINIMIERUNG findet, so stimmte mich doch letzten Samstag der Wetterbericht zuversichtlich, den ich beim Abendessen hörte.

Der Moderator versicherte, auch die kommende Nacht sei mit Bevölkerungszunahme zu rechnen. Na bitte, also bloß keine Sorge. Ich bin sicher, bevor es zu voll wird auf der Erde, wandern die ersten genervten Magersüchtigen desillusioniert, aber freiwillig zum Mars aus.
Bleibt nur zu hoffen, dass der dortige König oder Präsident oder Staatsratsvorsitzende keine Mauer an den Außengrenzen errichtet.

Was einem doch alles so durch den Kopf geht, wenn man sich sonntags faulenzend vor dem Fernseher räkelt … Was bleibt auch anderes übrig, es ist schließlich Sonntag, und sonntags hat man keine Wahl (- außer alle 4 Jahre eine vermeintlich freie zwischen vorgegebenen Kandidaten.)
Die Erde ist eine Google und keine Scheibe, aber die Menschheit hat eine, soviel ist sicher. Es ist, wie Ringelnatz sagte: „Eins ist sicher: Dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.“

Kommen und Gehen in Europa – Löst Albanien Brexitannien ab?

Ironisches Streiflicht der Woche. Aha. Albanien ist also noch Europa. Vor der EM 2016 hat man in der Schule etwas Anderes gelernt, aber- egal. Wenn auf dem Mond ein Volk leben würde – wäre es denn teilnahmeberechtigt an einer WM? Knifflige Frage, oder? Und paradox wäre doch auch, wenn Brexitannien bald nicht mehr zu Europa gehören würde – aber es doch geografisch doch tut. Offenbar sind die Dinge nicht immer so, wie sie scheinen. Außer die Sonne. Wo sie scheint, ist immer Tag. Wenigstens etwas, worauf man sich verlassen kann. Jedenfalls bis zur nächsten Apokalypse. Und falls dann nix mehr ist wie vorher, dann dürfen die überlebenden Erdenmenschen vielleicht an der ersten MM – der ersten Fußball-Mondmeisterschaft teilnehmen.

Sekte oder Selters – Jehova 2.0

Schutow03 fenster blickAm 21.Dezember geht also die Welt unter. Soso. Und? Sind wir noch zu retten? Lohnt es sich dann überhaupt noch, bis dahin den Müll runter zu bringen? Wenn dann sowieso alles vom Universum verschluckt wird und im All verglüht, warum soll man dann frisch gewaschen und gescheitelt dem Ende der Welt ins glühende Auge blicken – inmitten einer aufgeräumten blitzsauberen Wohnung? So oder ähnlich denke ich gerade, als es klingelt – und zwei fleischgewordene Rollkragenpullover möchten mit mir über Gott und die Welt reden. Das ist meine Chance, denke ich aufgeregt- die wollen mich in ihren Kreis aufnehmen, dann komme ich um den Untergang herum, bestimmt…Sollte ich am Ende doch auch einer der Auserlesenen sein? In ihrer Gemeinschaft übersteht man bekanntlich jeden Weltuntergang, also warum nicht auch den diesjährigen – und warum nicht auch ich?

„Ja, redet mit mir über Gott und die Welt“, bitte ich sie aufgeregt, füge ein „Hare Krishna“ hinzu und lächle mein bestes Sonntagslächeln. Die Beiden blicken mich verdutzt und völlig überrascht an. Damit hatten sie nicht gerechnet. So kann ich dem Weltuntergang entgehen, das ist die Verheißung, ich sehe Licht am Ende des Tunnels! Die Rettung naht….Und während der eine Staub saugt, wäscht der andere meine Wäsche, danach staubt er die Regale ab, während der eben noch Staub saugende Rollkragen-Jehova von mir auf den Abwasch aufmerksam gemacht wird…Und nebenbei reden sie mit mir über Gott und den Weltuntergang, und auch für mich gäbe es eine Rettung, ich müsse mich ihnen nur anschließen… Und während sie erzählen, putzen sie Fenster, hängen die Wäsche auf, bringen den Müll raus, machen mein Bett…Warum auch nicht?

Man muss doch seine Wohnung in aufgeräumtem und sauberem Zustand Bdtx6mECcAA-BWjverlassen, oder? Und sollte ich inmitten meiner neuen Gemeinschaft dann wirklich den Weltuntergang überleben, na schön: Dann soll es sich die Apokalypse eben in meiner sauberen Wohnung so lange gemütlich machen. Aber wehe, die Wohnung ist auch nur ein bißchen dreckig, wenn ich nach dem ganzen Bohei wiederkomme!!

Wie lange dauert eigentlich so ein Weltuntergang? Kann ich hinterher meine Mitgliedschaft bei den Saubermännern mit dem Rollkragen beenden? Oder gehe ich durch meine Errettung vor dem Ende der Welt irgendwelche finanziellen Verpflichtungen ein, etwa ein lebenslanges „Wachturm“- Abo? Wer weiß da Näheres? Also ich dachte, ich frage lieber jetzt schon, nachher ist es ja zu spät, ich meine, dann ist ja keiner mehr da….Die Maya haben ja schon vor Jahren die Kurve gekratzt, diese Feiglinge….

 

Meine Prophezeiung

LIEBLINGSTHEMA Weltuntergang.  Heute war ich in der Rostocker Innenstadt unterwegs. Meine Beobachtung: Längst hat der Run auf die Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr begonnen – in  der Fußgängerpassage, der Kröpeliner Straße stehen auch schon die  ersten Fressbuden für den traditionell größten Weihnachtsmarkt im Norden. Das sind untrüglich die ersten Indizien dafür: Rostock misstraut den Maya und ihren Weissagungen. Wird die Apokalypse ein Misserfolg?  Aber ja! Optimisten sind Pessimisten ohne Erfahrung – also wir alle!  Denn wieviel Weltuntergänge haben wir hier schon erlebt? Also, mal abgeshen vom Abstieg Hansa Rostocks…. Hier im schönen M-V, wo der Mond noch mit der Stange weiter geschoben wird, vorausgesetzt, man findet einen Berg, von dem aus man ihn erreicht, hier wird es ein Leben auch nach dem 21.12. geben, und wisst ihr woher ich das weiß?  Ganz Rostock kauft schon Weihnachtsgeschenke….