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Nochmals: Happy New Year!

30297982116_2931438de3_z Endlich können wir einen Haken hinter das alte Jahr machen. Zum letzten Mal in diesem alten 2016, das auch endlich sterben sollte, wünsche ich allen Lesern, Mitautoren, Followern und Freunden ein frohes neues Jahr voller Tatendrang, Lebensfreude, Kreativität, Frieden, Gesundheit und Erfolg. Klingt etwas ausverschämt, wenn die Wunschliste so lang ist, oder? Dafür habe ich mir Weihnachten schon genau dasselbe gewünscht. Irgendwann muss es doch in Erfüllung gehen. Also GUTEN RUTSCH – aber nicht auf Pfützen!

Mein Jahresendfazit (2016) fällt verhalten aus

Auf in ein besseres neues Jahr 2017!
Auf in ein besseres neues Jahr 2017!

Ein nachdenklich machendes 2016 liegt in den letzten Zügen. Viele Prominente (und Nichtprominente) starben, es gab Terror, Trump und Flüchtlingsdebatten. Wie immer stürzten die Medien sich auf quotensichernde „Aufreger“ und schlachteten diese Themen aus – so dass man sich erneut über die Schlechtigkeit der Welt ärgert und vergebens hofft, es würden auch mal positive Nachrichten ausführlich recherchiert und berichtet werden. Weitestgehend Fehlanzeige. Da fällt ein beherztes und weihnachtenhoffnungsvolles Nachvornblicken schwer. Dennoch oder gerade deswegen fällt der Jahresrückblick 2016 ernüchternd aus.  Leider ist zwar keine Hoffnung groß genug,umunsterblich zu sein, aber sie stirbt bekanntlich zuletzt. Hoffnung sei der letzte Strohhalm der Narren, sagt man. Okay – dann rechne ich mich dazu und hoffe auf ein besseres, motivierenderes 2017.

Das wünsche ich uns allen. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

EM-Wahn: Balla balla, Tschland und PappBlick Wjuing

Glosse. Laut Rio Reiser sei es „klar, dass die Welt nicht um ´nen Fußball kreist“. (Das Zitat stammt aus dem Song „Alles Lüge“.) Wenn der Meister sich da mal nicht geirrt hat… Die Medien haben nur noch die EM als Thema, so fühlt es sich jedenfalls an, und Millionen Hausanzugträger und Gartenliberos besinnen sich auf Tschland und hängen die Fahne wieder in den Wind, stellen auf der Wiese vor dem Grill einen Riesenflachbildschirm auf und ärgern sich, wenn sie nicht alle Paninibildchen für ihr Album zusammen bekommen… Was soll nur dieser Hype? Wer hat schon Zeit, alle 51 Spiele zu schauen und die Gruppentabellen durchzurechnen? Dass es genügend Brüllaffen gibt, die schon mal wichtige Fachbegriffe wie Schiedsrichter, Foul, Eierkopp und Blindfisch auf französisch üben, weil sie Karten für die EM ergattert haben, versteht sich von selbst. Die Reise und die Live-Atmosphäre im Stadion, das Jubeln und Trauern, all das sei ihnen wirklich gegönnt.

Aber dieser Wahnsinnsbohei schon im Vorvorvorfeld der Eröffnung – wann essen die Spieler, wer hat Blähungen in welcher Tonlage, welches Mittagsgericht wurde nicht aufgegessen, und diese Reportagen „vom Ort des Geschehens“, wo dann gezählt wird, ob französische Tornetze mehr Löcher haben als deutsche und so weiter, den könnte man sich sparen. Es gibt genug andere wichtige Themen in diesen Tagen. Akzeptabel finden kann man hingegen das wachsame Auge der Medien auf die Sicherheitslage im Vorfeld der Veranstaltung – schließlich treibt uns dieses Thema alle um derzeit.

Auch 2016 wieder live zu sehen: Der Merkel-Jubler.
Auch 2016 wieder live zu sehen: Der Merkel-Jubler.

Ganz besonders im Auge zu behalten sind auch die EU-Kommission und die Bundesregierung, lehrt die Erfahrung doch, dass gerne mal hektisch irgendwelche unpopulären Beschlüsse gefasst oder eklige Gesetztesentwürfe durchgewunken werden von den paar Leuten, die während der Spiele im Bundestag sitzen, weil sie keinen Fernseher haben oder zu Hause rausgeflogen sind für die Dauer der EM.

Man kann dennoch Fußball mögen und hier und da mitfiebern, sich mit Gewinnern freuen oder mit Ausgeschiedenen leiden; auch wenn man den ganzen Kommerz-Terz drumherum eher ablehnt. Schließlich muss man ja nicht für 400€ bei REWE oder LIDL einkaufen gehen, damit man genug Spielerbildchen bekommt und dann noch eine Tonne englischen Rasen beim Online-Baumarkt bestellen, damit man zwei Gratistore und einen Sack Wiesenkreide sowie ein Mittellinienlineal kostenlos oben drauf erhält… es sei denn, man hat einen Garten von der Größe Sanssouccis. Für DAS ganze Geld aber hätte man auch gleich live dabeisein können.

Dieser Platz ist so nicht bespielbar. Weiter hinten: Reporterkabine und Baumbewuchs, der die Sicht in der Südkurve behiindert.
Dieser Platz ist so nicht bespielbar. Weiter hinten: Reporterkabine und Baumbewuchs, der die Sicht in der Südkurve behindert.

Und wenn die EM dann vorbei ist und Belgien mit dem Titel im Gepäck abreist, während der Gastgeber EM-Zweiter und Deutschland EM-Dritter geworden sind, dann geht’s ans intermediale Wundenlecken in good old germany. Aber wie unser nächster Bundespräsident Lothar Matthäus schon sagte – wir dürfen dann nicht gleich (wieder) den Sand in den Kopf stecken.

Coffeiniertes in Schriftform

coffee-994840_640Als Kaffee-Fan möchte ich Ende 2016 ein möglichst abwechslungsreiches Buch „Rund um den Kaffee“ herausbringen. Ich stelle mir Gedichte, Kurzgeschichten, Epigramme und Aphorismen vor, ebenso natürlich Glossen und Kolumnen. Das Buch soll als Print erscheinen. Bis jetzt habe ich folgende Werke dafür vorgesehen: „Als der Kaffee alle war (1) und (2)“ ,   „Die Papageiendame“ (KG) und eventuell das Gedicht „Regentag“ oder ein, zwei vergleichbare Kurzgedichte.

Sollte es Autoren geben, die gern mitmachen wollen, stünde hingegen zur Debatte,  das Buch zu einer gemeinsamen Anthologie werden zu lassen. Es soll allerdings bei keinem Verlag erscheinen, sondern über eine Self Publishing-Plattform. Meldet ein Verlag Interesse an – auch das habe ich in der Vergangenheit schon erlebt – entscheiden alle Beteiligten gemeinsam.

kaffee cover2Der Titel steht noch lange nicht fest. Willkommen wären übrigens auch informative Sachbeiträge, also „Sachliches und Fachliches“, wenn man so will. Allerdings wird dieses „Kaffeebuch“ – um solche Ideen gleich im Keime zu vernichten – auf gar keinen Fall auf Filterpapier gedruckt!