„3Satz“Leseprobe (2)

Heute: „Die Extrabehandlung“ ( Kurzgeschichte mit Ich-Erzähler)

Meine Geschichte hatte ich dann doch „Die dritte Fritte“ genannt, weil eben die drei Fritten am Tatort zurückgelassen wurden. Von der dritten Fritte hatte Bodo Bockwurst dummerweise abgebissen und so seine DNA als Visitenkarte im „Brathaus“ hinterlassen. Irgendwie war in der Story nun zwar die holde Weiblichkeit etwas zu kurz gekommen, nachdem ich die einzige Frau zum Heinz gemacht hatte, aber dennoch erreichte ich im Schreibwettbewerb einen zweiten Platz.

Nachdenken über Lyrik – und das Schreiben an sich

Wer meine frühen Werke kennt, die ja nicht weit herumkamen in der Welt der Literatur, weiß, dass ich auch immer mal wieder lyrische Schreibanfälle hatte. Ich dachte, davon wäre ich geheilt. Auf alle Fälle werde ich die Ergebnisse meines letzten Rückfalls zunächst in der Schublade lassen, Gedichte sind heute das Aschenputtel der Literatur, interessieren nur eingefleischte Lyrik-Freaks und werden von Verlagen nicht ernst genommen. Soweit meine ernüchternden Erfahrungen bei dem Versuch, das Self Publishing mal als Option auszuschließen und auf den Rat einer guten Verlagsinhaberin und mir wohlwollenden Verlegerin zu hören. Während sie, was ich ihr glaube, durch andere Projekte derzeit ausgelastet ist, reagieren andere Verlage zögerlich bis gar nicht auf eine entsprechende Vorabanfrage. Und das auch, obwohl sie sich als lyrikaffin präsentieren. ( Ich würde nie unverlangt ein Manuskript einsenden, weil ich nicht fünf Jahre oder mehr auf eine Antwort warten will, die nicht kommt – oder eine 5stellige Rechnung beinhaltet #DKZV )

Also fülle ich meine Schublade mit allem, was ich so schreiben möchte, egal welches Genre, und verfüge in meinem Testament, dass alles entweder verbrannt verlegt, ausgestellt oder verfilmt wird. Diese Entscheidung sollen andere treffen. Ich bin des Buhlens um eine Veröffentlichung müde, nur um dann in Buchhandlungen nicht gelistet oder zum Ladenhüter zu werden.

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Wenn mir danach ist, würde ich höchstens über BookRix ein e-book ins Rennen schicken oder über epubli mal ein Buch für mich als Musterexemplar drucken lassen. Einige Exemplare würde ich in meinem sozialen Umfeld immer loswerden. Was braucht der Mensch mehr? Ich bin ein genügsamer EX-DDR-Bürger und freue mich über die kleinen Dinge:

  • Dass heutige Schreibmachinen einen Bildschirm haben und Laptop heißen,
  • Dass man mit einer Tüte Buchstabensuppe einen Vierzeiler schreiben kann,
  • Dass Vorlesen bei Kindern das Nachdenken fördert und nicht umgekehrt,
  • Dass mancher Verleger um eine direkte Absage doch etwas verlegen ist, ( was heißt, er schämt sich wenigstens ein wenig)
  • Dass die Wortverknappung in der Lyrik dem wortkargen Norddeutschen total entgegenkommt.

Inhaltsverzeichnis des nächsten E-Books

  • Rache aus der Luft
  • Mikas Schreie
  • Schlüsselerlebnisse
  • Der Anrufer (alt, überarbeitet)

Das sind die Kurzgeschichten, die erstmal feststehen. Eventuell ist da noch der Kräutigam mit von der Partie, und über die Extrabehandlung denke ich auch noch nach. Einerseits sollten das sowas wie gesammelte Werke werden, eine bunte Mischung also – aber ich weiß nicht, ob man Kurzgeschichten als ihr Verfasser mehrfach veröffentlichen darf, gegebenenfalls sogar mit verschiedenen ISBN-Nummern…

Also gilt es, das zu recherchieren und diesmal ein qualitativ vernünftiges Cover zu erstellen, nichts Zusammengeschustertes aus Bildfragmenten. Ich hoffe, am Wochenende einen großen Schritt voranzukommen.

Der neue „ANRUFER“ – Buch über Wende-Zeit im Osten

Limitierte Leseproben geplant. Die Geschichte hat nicht mehr ganz so viel mit der Ausgangsversion zu tun, enthält weniger ausgedachte Episoden und Konflikte als vielmehr tatsächlich erlebte oder beobachtete Begebenheiten, die das Leben der Protagonisten beeinflussen. Ja, es werden diesmal mehrere sein. Ob es spannend ist, mag der Leser beurteilen. Ich werde mir vorab ca. 10 Leseprobenhefte drucken und diese an Interessenten verschenken. Natürlich spielt es wieder im Call-Center-Milieu, und zwar in den neunziger Jahren.

So sah damals meine Eigenwerbung aus.