Archiv der Kategorie: Meine Werke

„Ein Knochenjob für Jochen-Bob“

leseprobeMit Beginn der Werbepause stand er aus seinem Fernsehsessel auf. Vier Flaschen Hefeberger Weizenpfütze hatten seine Blase zur Größe eines AOK-Sitzballons anschwellen lassen und verlangten dringend danach, seinen Körper zu verlassen. Deswegen pinkelte er auch die gesamte Werbepause durch und erschien pünktlich zur Fortsetzung des Horrorfilmes nach zwölf Minuten wieder in seinem Wohnzimmer. Leider war sein Lieblingsbier nun alle, nicht eine Weizenpfütze befand sich noch im Innern seines ansonsten leeren Kühlschrankes. Angesichts dieser Erkenntnis gruselte es ihn nun also wirklich. Dieses Gefühl hätte eigentlich der Film in ihm auslösen sollen. Filmblut ließ ihn aber generell kalt, und dieses B-Movie langweilte ihn genau genommen.
Plötzlich klingelte das lästige Telefon. Missmutig zerrte er das Handteil unter einem Stapel Dreckwäsche hervor und meldete sich schnaufend mit “Privatdetektei Jochen R. Schießer”
“Jochen Robert? Ich bin es, Mama. Junge, schalt mal TVblau an, da gibt es jetzt gerade einen Krimi. So einen Fall hattest du doch auch mal, das haben die glatt geklaut.” Pause am anderen Ende. “ Sag mal, hast du etwa ein Drehbuch oder sowas geschrieben und dahin gesendet?” Jochen-Bob, wie ihn seine Freunde nannten, rülpste ins Off, während er die Hand auf den Hörer legte und dann antwortete: “ Mama, ich schaue gerade was Gruseliges. Bis später also, ja?” “Du schaust doch nicht schon wieder Börsennachrichten?”
-Ende Textauszug-
Diese Geschichte wird bald auf bookrix zu lesen sein. Zur Veröffentlichung (mit ISBN und so) ist sie nicht vorgesehen.  Infos dazu, wann es soweit ist, folgen an dieser Stelle.

Mehr als Nur Haha

In jedes, noch so trivial scheinende Buch mit banalen Plotideen lässt sich etwas Bedeutungsschwere hinein interpretieren, wenn man als Leser die Geschichte oder die Hauptfiguren liebt. Nicht, dass ich meine schräge Friedhofskomödie als oberflächlich bezeichnen und so Nestbeschmutzung betreiben wollte, denn das Plaschke-Buch lässt zwischen den Zeilen auch die eine oder andere ernstere Botschaft aufleuchten. Das finden übrigens auch Leser, wie ich jüngst erfahren durfte.

Bezeichnend sind sicher auch einige Kalauer, die von bissigem Humor zeugen und das Thema „Tod“ auf die Schippe nehmen, von welcher ihm der Hauptheld Plaschke mehrmals runterspringt. Das Buch ist nicht unumstritten, denn als Zielgruppe scheiden sicher Senioren und Menschen aus, die gerade den Verlust eines geliebten Angehörigen zu verzeichnen haben. Gleichwohl ist es meine, des Autoren, eigene Art die Angst vor dem Lebensende zu verarbeiten. Man muss und sollte mit Humor schwer wiegende Themen anpacken. Das ist meine Maxime. Ein NoGo aber ist verletzender, diffarmierender Humor, der eigentlich das Gegenteil sein will. Das Buch ist auf Rang 18119 in der Kategorie HUMORISTISCH. Da ist noch Luft nach oben … WEM SOLL ICH EINE LESEPROBE VON 20 SEITEN ZUSENDEN?

Es menschelt in der Geschichte und es geht um den Umgang mit dem Nächsten.

(aus einem Leserbrief 2019)

Lesenswerte Geschichte, die das Absurde im Menschen auf humorvolle Weise aufzeigt und die Frage sich stellt, wie menschlich sind wir eigentlich?

(aus einer Rezension auf amazon)
Ist das der berühmte Klärgruben-Friedhof in Sterbeberg-Trauerfeld aus dem Buch?

Ein Schlüsselbund als Hauptfigur

Woran ich gerade nicht schreibe

„Schlüsselerlebnisse“ lautet der Arbeitstitel jener Kurzgeschichte, in der ein vergessenes Schlüsselbund den Leser von Figur zu Figur, von Ereignis zu Ereignis führt und so scheinbar die Geschichte selbst erlebt. Diese episodenartige Erzählweise schließt nicht aus, dass sich die Schicksale aller scheinbar verschiedenen und nicht miteinander verwandten beteiligten Charaktere nicht doch miteinander vermischen werden. Sie könnten es jederzeit, vielleicht passiert es auch. Eine erste Textprobe liegt bereits vor, wie man hier sieht. Es ist mein erster Versuch, dem trivialen, oft banalen Alltag etwas Spannung abzugewinnen, auch wenn am Schluss sich alles vielleicht auf unspektakuläre Art aufklärt, kein Blut fließt, kein Anschlag verhindert werden muss und niemand stirbt. Das ist, was ich momentan nicht schreibe …

Was ich nicht hoffe, ist dass die Geschichte zu verworren und zu nichtssagend wird. Einen Spritzer Realismus und authentische Figuren machen aber noch keine originelle Handlung aus. Es soll nicht reißerisch werden, aber unterhaltsam. Eine Veröffentlichung ist übrigens nicht vorgesehen.