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Urlaub naht

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Wieder mal kommt er keinen Tag zu spät, so dass er mich gerade noch vor dem nächsten gefühlten Burn-Out bewahrt, der seelische und gedankliche und vor allem physische Abstand von der Arbeit. Man sieht dann mal nicht in seinen vollen Terminkalender, das grummelige Gesicht des Chefs oder die halbvolle Kaffeetasse mit der inzwischen geronnenen Kaffeesahne, die in leicht-flockiger Form plötzlich daran erinnert, dass bald der Winter vor der Tür steht, sondern des späten Morgens vorsichtig aus dem Bett, um zu erkunden, ob es schon lohnt, aufzustehen.

Zeit, endlich mal das zu machen, was auf keiner Agenda und in keiner ToDo-Liste steht – diesen Luxus hat man mit einem Nine-to-Five-Job nicht oft, noch dazu, wenn man familiär – Corona hin, Home-Office her – gewisse Verpflichtungen teilt. Eins aber eint sie alle – die Aufdenurlaubwarter, all die Freitagsherbeisehner, die Stechuhrenhasser, Pausenüberzieher und Feierabendprinzen: Sie huldigen dem Urlaub und dem Wochenende, beten die Freizeit an und lechzen nach jeder kleinen Zwischenauszeit vom Arbeitsstress.

Mir geht es auch so, das gebe ich zu. Ich werde aber voraussichtlich im Urlaub durchaus aktiv unterwegs sein, natürlich auch in eigener Sache , was mein Hobby Schreiben angeht – und ich freue mich auf die geistige Abwechslung, wenn ich mich in die Welt meiner Protagonisten begebe und dort endlich mal für länger als immer nur einige Minuten verweilen kann. Ich verspreche: Ich werde sie zu allerhand Blödsinn und seltsamen Dingen verleiten ….

Meine ToDo-Liste für den Urlaub sieht länger aus als die einer Arbeitswoche. Ich träume schon Wochen vorher von all den Möglichkeiten, von all den Dingen, die ich tun könnte und kann mich gar nicht lösen – bis der Urlaub plötzlich vorbei ist.

… und abnehmen müsste ich auch.

Rezeptoide Recherche

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Bevor es an die Kochgeschichte geht, in der diesmal nicht mit Lachgas gekocht wird, was heißen soll, sie wird keine von Humor nur so überkochende Begebenheit, heißt es erstmal Kochsendung gucken und Rezepte lesen. Und Laptop vom Herd nehmen …

Eine Erkenntnis nach Sendungen wie „Grill den Hensler“ und Co. besteht für mich darin, dass Kochen unter Zeitdruck die Handelnden zu seltsamen Koordinationsversuchen zu bringen vermag – wenn gleichzeitig hier die Kartoffeln, da die Soße anbrennen, während der Ofen einfach nicht warm werden will usw. Lass dann mal noch eine Zutat fehlen, die noch fix besorgt werden muss, und die action ist schon mal vorkalkuliert…. Nee, keine Angst, soo einfach mache ich mir das nicht.

Wenn aus Frühling ein Spätling wird

Das Wetter könnte zumindest im Norden gern bereits wärmer und freundlicher daher kommen. Andererseits, auch wenn der Frühling mit den Temperaturen derzeit 2 Wochen dem Zeitplan, also dem Durchschnitt hinterher hinkt, je grauer und unfreundlicher es draußen ist, desto weniger graut es einen, die Zeit mit Arbeit zu verbringen.

Die andere Möglichkeit wäre, das suboptimale Wetter zum Faulenzen, Aufräumen oder anderen Indoor-Aktivitäten zu nutzen. Wenn es die Zeit erlaubt. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen schaue ich jedenfalls immer etwas ratlos aus der Wäsche, ähm aus dem Fenster und denke mir: Eigentlich müsstest du jetzt raus, dich bewegen, oder auf Arbeit denke ich mir dann: Schade, dass du dir nicht draußen Bewegung verschaffen kannst. Und? tu ich´s dann nach Feierabend? Eher nicht, und als Ausrede dient meine Müdigkeit, mein schlechtes Zeitmanagement. Tja, und am Wochenende dann – Zack, Wetter schlecht. Beste Ausrede ever. Aber ich bin mir bewusst, dass irgendwann, vielleicht sogar demnächst, auch im Norden keine Wolke mehr, sondern statt dessen die Sonne ein paar andere Seiten aufzieht. Auch wenn der Frühling dann keiner mehr ist. Kann nicht mehr lange dauern. Woher ich das weiß? Glühwein ist schon bedeutend billiger geworden. Und Sonnenmilch teurer.

Vor dem ersten Kaffee

Heute war wieder so ein Tag, an dem mich jemand vor meinem ersten morgendlichen Kaffee ansprach und mir auch noch schwierige Fragen stellte. Der Paketbote wollte wissen, ob ich ein Paket annehmen würde. Im normalen Zustand hätte ich gedacht: Au fein, ein gratis Ostergeschenk, und hätte ihm gesagt, er müsse auch keine Karte einwerfen. Und ich wäre aus dem Schneider, müsste keine Geschenke mehr kaufen, könnte das Paket einfach weiterverschenken. Und zack, Geld gespart.

Aber mit noch halb geschlossenen Augenlidern und einem mäßigen Kater von gestern spürte ich nichts als akuten Coffeinmangel und überlegte wohl zu lange, jedenfalls meldete sich der Nachbar über die Sprechanlage, öffnete die Haustür, die ich gerade vor dem Paketboten verschlossen hatte, weil meine Sichtweite durch blendendes Tageslicht eben nicht weiter als bis zu meiner Fußspitze ging. ( Das Hinunterschauen ging einigermaßen, geradeaus in den Tag hinein konnte ich nicht mal blinzeln.)

Als ich mich darauf besann, dass ich mich gerade auf den Weg zur Arbeit gemacht hatte, obwohl ich heute zu Hause hätte stattfinden sollen, von wegen schichtfrei, war ich mit einem Schlag hellwach und stürzte plötzlich putzmunter wieder die Treppe hinauf, meinem ersten Kaffee des Tages entgegen.