Archiv der Kategorie: Ideen für Stories

Zwei-Parteien-Geschichte geplant

Wahlkampf als Thema für eine Kurzgeschichte? Warum nicht?

Die eine der Parteien nennt sich „Konzeptionelle Partei der Sozialen Umwälzung„, während sich die andere bei der schweigenden und mitlaufenden Mehrheit anbiedern will: Sie ist die „Kooperative Partei der senilen Unterwürfigen.“

Politik mal anders


Zwei Parteien mit denselben Initialen, aber unterschiedlichen, sogar gegensätzlichen Inhalten. Beide heißen KPdSU und buhlen um Wählerstimmen. Das könnte unterhaltsam werden.

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Vielleicht müssen sich Politiker ja zwangsläufig streiten, wenn sie sich nicht einig sind. Früher gab es noch welche, die sich gern hatten. Das hatte etwas von Bürgernähe. Auch etwas mehr Liebe im Bundestag täte allen Bürgern gut – gerade in dieser Zeit.

Die Geschichte wird voraussichtlich nicht vor der Wahl erscheinen. Sobald ich mich mit ihr beschäftige, präzisiere ich das Erscheinungsdatum.

Ähnlichkeiten sind von gewollter reiner Zufälligkeit und ohne Gewähr. Fragen Sie ruhig Ihren Arzt oder Apotheker.

Kalorienhaltige Kurzgeschichte

Anne-Rinde Baum und ihr Mann, der berühmte Verdauungskünstler Salmiaxel Darmwind, entwickelten eine Vegantherapie für freiwillige und unfreiwillige Fleischverschmäher. Ausgerechnet zu Weihnachten erleiden einige der Patienten Rückfälle. Ist der ständig deprimierte Halbtürke Machmut Neelassmal mit seinem Imbiss daran schuld? Da helfen nur Hinterlist und Gewalt, damit die Erfolgsbilanz am Ende nicht abkackt … Coming soon.

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Glosse: Sieben auf einen Streich

Es war einmal ein Autor, der wäre so gern schon ein richtiger Schriftsteller. Aber er hatte nicht alle Tassen im Schrank. Die stapelten sich nämlich dreckig neben seinem Schreibtisch. Aber von denen ist hier eigentlich nicht die Rede. Er war nämlich so schizophren, dass er dank seiner Persönlichkeitsspaltung für jede Lesung, die er besuchte zehn Eintrittskarten kaufte! Das ging auch alles gut – bis sieben seiner zehn Ich´s eine gemeinsame Anthologie herausbrachten, die wider Erwarten ein Bestseller wurde. Und somit steckte er richtig in Schwierigkeiten.

Alle sieben beteiligten Autoren wurden nämlich zu einer Pressekonferenz eingeladen. Ein telefonisches Interview hätte er ja noch irgendwie realisieren können, aber diese Pressekonferenz sollte aus Anlass einer großen Buchmesse stattfinden.

Als unser Schriftstellerlein nun am Messepressestand um die Ecke bog, erschrak er gar sehr. Da standen sieben Stühle, auf einem flachen Couchtisch davor warteten sieben Gläser Wasser darauf getrunken zu werden, und daneben lagen sieben Mikrofone.

Aber damit nicht genug: Nach einer freundlichen Begrüßung durch den Gesprächsleiter wurde ihm der Fotograf vorgestellt – und der wollte ein Gruppenfoto machen. Guter Rat war teuer und trotzdem ausverkauft. Die anderen sechs Mitautoren seien krank und hätten ihn geschickt, flunkerte unser Tor. Pardon, unser Autor. Das aber ließ der Gesprächsleiter nicht gelten, und so turnte unser Kriztelfink von Tisch zu Tisch, sabbelte in jedes Mikro, beantworterte jede Frage mit einer anders verstellten Stimme und verrichtete so körperliche Höchstarbeit. Die Zuschauer amüsierten sich prächtig. Das Gruppenfoto entstand mit Trick 17, und das kam so:

Das Umkleidezimmer der Ballerina Xantopia Trudeltanz, die nach dem Interview ein durchgelesenes Buch tanzen und so die Gäste ergötzen sollte, glich sowieso einem Spiegellabyrinth auf dem Pfingstmarkt. Der Fotograf schob den Möchtegernschriftsteller in die richtige Position und klickediklick, tummelten sich ein Haufen gleich aussehende Autoren auf dem Foto. Das heißt, sooo gleich sahen sie nun auch nicht aus – denn es waren auch zwei große Hohlspiegel dabei gewesen…

Wenig später las man vom Tod des Autoren. Es hieß, seine drei an der Anthologie nicht beteiligten Persönlichkeiten wären eifersüchtig geworden ob des Erfolges der sieben anderen, hätten sich grausam gerächt und so alle SIEBEN AUF EINEN STREICH getötet.

„Ein Knochenjob für Jochen-Bob“

leseprobeMit Beginn der Werbepause stand er aus seinem Fernsehsessel auf. Vier Flaschen Hefeberger Weizenpfütze hatten seine Blase zur Größe eines AOK-Sitzballons anschwellen lassen und verlangten dringend danach, seinen Körper zu verlassen. Deswegen pinkelte er auch die gesamte Werbepause durch und erschien pünktlich zur Fortsetzung des Horrorfilmes nach zwölf Minuten wieder in seinem Wohnzimmer. Leider war sein Lieblingsbier nun alle, nicht eine Weizenpfütze befand sich noch im Innern seines ansonsten leeren Kühlschrankes. Angesichts dieser Erkenntnis gruselte es ihn nun also wirklich. Dieses Gefühl hätte eigentlich der Film in ihm auslösen sollen. Filmblut ließ ihn aber generell kalt, und dieses B-Movie langweilte ihn genau genommen.
Plötzlich klingelte das lästige Telefon. Missmutig zerrte er das Handteil unter einem Stapel Dreckwäsche hervor und meldete sich schnaufend mit “Privatdetektei Jochen R. Schießer”
“Jochen Robert? Ich bin es, Mama. Junge, schalt mal TVblau an, da gibt es jetzt gerade einen Krimi. So einen Fall hattest du doch auch mal, das haben die glatt geklaut.” Pause am anderen Ende. “ Sag mal, hast du etwa ein Drehbuch oder sowas geschrieben und dahin gesendet?” Jochen-Bob, wie ihn seine Freunde nannten, rülpste ins Off, während er die Hand auf den Hörer legte und dann antwortete: “ Mama, ich schaue gerade was Gruseliges. Bis später also, ja?” “Du schaust doch nicht schon wieder Börsennachrichten?”
-Ende Textauszug-
Diese Geschichte wird bald auf bookrix zu lesen sein. Zur Veröffentlichung (mit ISBN und so) ist sie nicht vorgesehen.  Infos dazu, wann es soweit ist, folgen an dieser Stelle.