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Allein Schreiben macht Träge

Geht es euch auch so? Manchmal fallen mir blitzartig Sachen ein, die ich zunächst für tauglich halte, um einige Seiten Text zu ergeben, die auch noch gelesen und für gut befunden werden könnten – nicht von mir, von Woandersmitlesern, wohlgemerkt. Dann schrieb ich sie auf, betrachtete sie später mit Abstand und löschte sie. ( Obwohl sie gar nicht brannten, haha. Späßle gemacht)

Was ich mich frage: Wären sie es wert gewesen, über sie eine zweite Meinung einzuholen? Ich werde es nie erfahren. Wieder einmal lese ich übrigens mit einer Mischung aus Neid und Genuss ein gutes Buch. Welches das ist und was mir daran gefällt, werde ich demnächst auf „Textlob“ posten. Das bringt mich wieder auf die oben genannte Geht-es-euch-auch-so-Frage.

Zweifel sollen ja angeblich einer Sache förderlich sein. Was mir aber darüberhinaus noch fehlt ist ein Motivator, der mir in den Hintern tritt oder sich mit mir einen Gedankenaustausch liefert, das Schreiben betreffend. Deswegen habe ich nun das autorenbüro13 aus der Taufe gehoben. Zunächst verwalten es nur ich – und mein Pseudonym, was vielleicht ein erstes Anzeichen von Schizophrenie ist. Aber eventuell habe ich da schon eine regionale Mitstreiterin gewonnen. Das soll nichts weiter als eine Schreibwerkstatt sein, die vielleicht mal irgendwann so etwas wie ein kleiner Eigenverlag werden könnte.

Es stimmt, ich will tatsächlich nochmal einen unbelasteten Neuanfang in einem anderen Genre versuchen. Und das dann erstmal ausschließlich als Selfie. ( Kosename für einen Selfpublisher bzw. Selbstverleger.)

Womit wir wieder beim leidlichen Thema der Effektivität wären. Vorstellbar wäre für mich sogar, dass der Fernseher ab 20.15 Uhr täglich ausbleibt und man bis 22 Uhr statt einen Tatort zu schauen eben das Script für einen schreibt … oder so. Und das gemeinsam tut. Oder im Austausch miteinander. Per Skype, Whats App, whatever. Wenigstens habe ich jetzt einen Job ohne Schichten, der mir das ermöglichen könnte. Allein mir fehlt derzeit ein Ziel und die Motivation und jemand, der mitmachen und mit mir herumspinnen und Ideen ausarbeiten würde, mitschreibt, und den so ein Austausch auch weiterbringen würde.

Ich sag´s mal wie es ist: Allein kriege ich derzeit meinen Arsch nicht hoch. Und so ein Brotjob nine2five stört da auch ein wenig. Was solls, mein Zeug lesen eh nur 3 Leute. Es fehlt der Einfluss von außen bei meinen Ideen, denke ich. Schön wäre es, wenn das autorenbüro13 ein Projekt wird, wo sich in loser und flexibler Abfolge Autoren austauschen und verschiedene zeitlich begrenzte Zusammenarbeiten prohektorientiert kreuz und quer entstehen, je nach gemeinsamen Interessenlagen.

Kommentiert hier, kontaktiert mich auf facebook, oder mailt mich an, wenn ihr mitmachen oder mehr wissen wollt, wenn ihr gemeinsame Ideen ausarbeiten oder teilen, euch oder andere inspirieren wollt. Allein Schreiben heißt auch allein gegen den inneren Schweinehund kämpfen, und das fällt mir zumindest bei meinem schwer. Gegen andere innere Schweinehunde kann ich mich behaupten. Behaupte ich jetzt mal. Geht es euch auch so?

Coverideen zum „Kräutigam“

„Der Kräutigam“ ist meine aktuellste Kurzgeschichte, die gerade fertig wurde. Dazu existieren bisher unten stehende Cover-Ideen. Diese könnten wichtig werden, wenn ich sie als e-book herausbringen sollte. Stattdessen könnte sie ansonsten auch zusammen mit weiteren, ausschließlich unveröffentlichten Geschichten evtl. als Print erscheinen. Da die Illustrationen alle nicht sooo originell sind, werde ich sie sowieso wohl eher nicht nutzen.

Plaschke-Bücher Zum Festpreis über ebay?

Da ich immer noch diverse Autorenexemplare habe, aber weder die Zeit noch die nötige Ahnung für das Betreuen eines eigenen e-Shops, plane ich evtl Plattformen wie ebay mit zur Hilfe zu nehmen. Sicher kann man das Buch beim Karina Verlag bestellen, aber ich muss meine bereits bezahlten und dort erworbenen Exemplare auch loswerden. Die Versandwege innerhalb Deutschlands sind kürzer als von Wien nach Deutschland.

Und so erhalte ich vielleicht eher und unmittelbarer einen Eindruck von den Verkaufszahlen. Von eventuellem Leserfeedback ganz zu schweigen. Das wäre natürlich wichtiger. Die Rezensionen auf amazon sind ja scheinbar von ein und derselben Person, strotzen vor Rechtschreibfehlern und scheinen nicht auf direkten Verkäufen zu beruhen.

Über „ehrliche“ und unverfälschte Rezensionen freut sich jeder Autor. Natürlich auch ich.

Dabei ist es egal, ob die Rezension online steht oder nicht, ob sie bei amazon oder dem Karina Verlag nachlesbar ist, ob ich sie schriftlich oder mündlich erhalte. Wenn es um konstruktives Feedback geht, ist das alles was zählt. Also in diesem Sinne: Es sind noch Rezensionsexemplare erhältlich. Natürlich kostenlos.

Leseprobe aus Plaschke

In der Kirche geschahen unterdessen beängstigende Dinge. Paul, der pubertierende Messdiener, leerte gerade einen Kelch des köstlichen Messweines, den der Pfarrer vor seinen Predigten ausgiebig zu verkosten pflegte. Dabei schmeckte das Gesöff nach Pauls Meinung immer gleich. Es handelte sich um eine Frühlese des berühmten geschmacksneutralen „Plapperbacher Langweiler“, dessen alkoholischer Geist in Konversation mit dem Gehirn des Geistlichen trat, sich dort als Ideenschmiede betätigte und die Zunge löste, so dass der so inspirierte Spirituelle munter darauf los und frei von der schwer arbeitenden Leber weg predigen konnte.

„Paul, wo steckst du?“, ertönte von irgendwoher die Stimme des Pastors, und der Gerufene griff nach der brennenden Kerze und machte sich flugs auf den Weg. Vor dem Beichtstuhl wartete der Pastor mit einer bildschönen, jungen Frau. „Während ich die Beichte abnehme, bringst du die Kerze zum Altar, entzündest die anderen, dann siehst du nach, was die Handwerker machen.“ Der Pastor begab sich in den Beichtstuhl, und auch die junge Schönheit, deren Anblick Paul den Schweiß auf die Stirn trieb, verschwand hinter der Holztür auf ihrer Seite. „Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt“, vernahm Paul das Flüstern der Frau. Jetzt wurde es spannend! Der Lauscher mit der Kerze in der Hand neigte sein Ohr näher zur Tür des Beichtstuhls. Dabei ließ er die Kerze außer Acht. Dem Armen sollte es nicht vergönnt sein, nähere Einzelheiten über die Sünden der Schönen zu erfahren, hatte er doch soeben den Beichtstuhl in Brand gesetzt, weswegen sowohl der Pastor als auch die schöne Sünderin hinauspolterten und den erschrockenen Messdiener über den Haufen rannten. -weiter auf Seite 2-