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Wochentags trage ich auch schon mal einen anderen Namen.

Plaschke-Bücher Zum Festpreis über ebay?

Da ich immer noch diverse Autorenexemplare habe, aber weder die Zeit noch die nötige Ahnung für das Betreuen eines eigenen e-Shops, plane ich evtl Plattformen wie ebay mit zur Hilfe zu nehmen. Sicher kann man das Buch beim Karina Verlag bestellen, aber ich muss meine bereits bezahlten und dort erworbenen Exemplare auch loswerden. Die Versandwege innerhalb Deutschlands sind kürzer als von Wien nach Deutschland.

Und so erhalte ich vielleicht eher und unmittelbarer einen Eindruck von den Verkaufszahlen. Von eventuellem Leserfeedback ganz zu schweigen. Das wäre natürlich wichtiger. Die Rezensionen auf amazon sind ja scheinbar von ein und derselben Person, strotzen vor Rechtschreibfehlern und scheinen nicht auf direkten Verkäufen zu beruhen.

Über „ehrliche“ und unverfälschte Rezensionen freut sich jeder Autor. Natürlich auch ich.

Dabei ist es egal, ob die Rezension online steht oder nicht, ob sie bei amazon oder dem Karina Verlag nachlesbar ist, ob ich sie schriftlich oder mündlich erhalte. Wenn es um konstruktives Feedback geht, ist das alles was zählt. Also in diesem Sinne: Es sind noch Rezensionsexemplare erhältlich. Natürlich kostenlos.

Leseprobe aus Plaschke

In der Kirche geschahen unterdessen beängstigende Dinge. Paul, der pubertierende Messdiener, leerte gerade einen Kelch des köstlichen Messweines, den der Pfarrer vor seinen Predigten ausgiebig zu verkosten pflegte. Dabei schmeckte das Gesöff nach Pauls Meinung immer gleich. Es handelte sich um eine Frühlese des berühmten geschmacksneutralen „Plapperbacher Langweiler“, dessen alkoholischer Geist in Konversation mit dem Gehirn des Geistlichen trat, sich dort als Ideenschmiede betätigte und die Zunge löste, so dass der so inspirierte Spirituelle munter darauf los und frei von der schwer arbeitenden Leber weg predigen konnte.

„Paul, wo steckst du?“, ertönte von irgendwoher die Stimme des Pastors, und der Gerufene griff nach der brennenden Kerze und machte sich flugs auf den Weg. Vor dem Beichtstuhl wartete der Pastor mit einer bildschönen, jungen Frau. „Während ich die Beichte abnehme, bringst du die Kerze zum Altar, entzündest die anderen, dann siehst du nach, was die Handwerker machen.“ Der Pastor begab sich in den Beichtstuhl, und auch die junge Schönheit, deren Anblick Paul den Schweiß auf die Stirn trieb, verschwand hinter der Holztür auf ihrer Seite. „Vergib mir, Vater, denn ich habe gesündigt“, vernahm Paul das Flüstern der Frau. Jetzt wurde es spannend! Der Lauscher mit der Kerze in der Hand neigte sein Ohr näher zur Tür des Beichtstuhls. Dabei ließ er die Kerze außer Acht. Dem Armen sollte es nicht vergönnt sein, nähere Einzelheiten über die Sünden der Schönen zu erfahren, hatte er doch soeben den Beichtstuhl in Brand gesetzt, weswegen sowohl der Pastor als auch die schöne Sünderin hinauspolterten und den erschrockenen Messdiener über den Haufen rannten. -weiter auf Seite 2-

Einfach mal so Drauf Los jammern

Diese Weltuntergangsstimmung geht einem allmählich auf den Keks. Und wenn sich wer fragt, warum ich keine Glossen mehr zur (P)lage der Nation schreibe, dann antworte ich, weil die Realität eine einzige Glosse ist.

Deswegen halte ich es für sinnvoll, wenn man jede sinnvolle Ablenkung nutzt, so es die Zeit erlaubt. Ich zum Beispiel lese wieder viel, entrümpele meinen Keller, meinen Rechner und bringe älteren Zeitgenossen gerade ein wenig das Internet nahe, in der Hoffnung, dass sie es nicht versehentlich löschen. Gerade habe ich Ihnen erklärt, dass es auch feiertags geöffnet hat. Was ich damit sagen will: So prekär für manche Leute die Situation momentan auch ist, man muss irgendwann auch mal genug gejammert haben und sich auf sein weiteres Leben konzentrieren. Aber im Meckern und Jammern sind wir Deutschen ja unschlagbar. Wir haben es verlernt, uns ohne triftigen Grund nach draußen zu begeben, das Auto beim Einkaufen mal stehen zu lassen, und alte Gewohnheiten irgendwann mal durch neue zu ersetzen. Auch, wenn es den Umständen geschuldet ist.

Wir nehmen es in Kauf, beim Shoppen ( wohlgemerkt, nicht beim Einkauf von Lebensmitteln) Schlange zu stehen, um unser Geld loszuwerden und kommen einmal mehr an den Punkt, wo wir vergangenen Zeiten hinterhertrauern …. oder zumindest diese erneut hinterfragen.

Ich schreibe „wir“, weil ich von Menschen aus meinem Umfeld weiß, dass es ihnen ähnlich geht. Oh jee, jetzt wo ich nochmal überfliege, was ich hier schreibe, stelle ich fest – ich hab jetzt eben auch einfach mal drauf los gejammert.