Noch so ein Sofasamstag

Wenn man lange schläft, kann es passieren, dass man aufwacht kurz bevor es wieder dunkel wird. Ich bin ein Künstler darin, mir Dinge vorzunehmen, die die Woche über liegengeblieben sind, und dann am Abend davor sehr spät ins Bett zu gehen. Meistens vertraue ich drauf, dass ich nicht zu spät aufwache. Aber denkste.

Dabei wollte ich heute eine Geschichte von mir abtippen und in ein Portal stellen. Ich wollte ein Kapitel eines Autorenkollegen um ein weiteres ergänzen, damit er dann wieder dran ist und dann ich wieder – wir wechseln uns ab bei der Story – aber nichts da.

Tja, das Freizeitleben eines immer müden Feierabendautoren besteht darin, dass er seiner Agenda im Kopf hinterherlebt und über eine megalange Bank verfügt, auf die er all die unerledigten Dinge schiebt, so dass sie fast hinten wieder runterfallen. Warum verdammt muss das Sofa so gemütlich, der Grog so schön dampfend und das Fernsehprogramm so einlullend sein? Das fragt er sich, während er in den Butterstollen beißt und nicht weiß, ob er kauen oder gähnen soll.

Dann platzt überraschend die Verwandtschaft in die halb aufgeräumte Singlebude, die wahrscheinlich den Grog gerochen und auch Appetit auf Stollen hat. Schulterzuckend wirft der Schreiberling seinem Schreibtisch einen Seitenblick zu: Kann man halt nix machen. Aber diesen Blitzbesuch wird die Verwandtschaft bereuen. Die Rache wird bitter.

Spätestens in der nächsten Kurzgeschichte.

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