Von Alltagsdystopie und Schreiburlaub

Die Dystopie des Alltags, in dem wir leben (müssen), bringt so einige Folgen mit sich. Einige sind existenzieller Natur, andere einfach nur schräg. Ausgangssperren, damit man mehr Zeit hat, sich drinnen zu infizieren, langfristige Impftermine, die aber nicht vor weiteren Tests schützen und kein Freibrief für eine Rückkehr zum normalen Leben darstellen, Kulturverbot, Shopping-Entzug, Jobverlust, Pleiten, überteuertes Toilettenpapier, Stoffmaskenverbot, Home-Schooling, Home-Office, Ausreiseverbote ( aus dem eigenen Bundesland oder sogar der Heimatstadt) … und die Liste ginge noch weiter.

Wie beruhigend ist es da, dass nun wenigstens die Kanzlerkandidaten feststehen. Dann weiß man wenigstens, auf wen man als hilfsbedürftiger Selbstständiger wütend sein darf, wenn die Corona-Hilfen nicht ausgezahlt, der Lockdown aus Ermangelung an Initiative und Ideen immer wieder sporadisch verlängert und die Renten weiter gekürzt werden.

Aber ich rege mich schon gar nicht mehr auf, als Einzelner hat man in diesen Tagen das Gefühl der Machtlosigkeit, und mit seinem Kreuz an der Wahlurne entscheidet man sowieso nur zwischen den vorgegebenen Alternativen des Establishments. Richtige Demokratie lebt von Bürgernähe, von Mitsprache, vom Ideenaustausch und von kreativen gemeinsamen Lösungen, und davon sind wir hier in Deutschland weiter entfernt, als es uns die Medien und die Politiker weismachen. Jede voller Idealismus neu gegründete Partei oder politische Bewegung landet bald schon auf den eingefahrenen Gleisen der von Lobbyisten gesteuerten etablierten Mächtigen, oder wird von eingeschleusten Rechten und anderen Idioten unterlaufen, damit ihr Image in der Öffentlichkeit bröckelt und sie keinen Zulauf hat. Beispiel? Glücksspiele werden jetzt legal in Deutschland – das ist beschlossene Sache. Wer braucht das? Der Geringverdiener? Die Home-Office-Mama mit drei Schulkindern? Der Flaschen sammelnde Rentner ? Wie denken diese Menschen wohl über Demokratie in Deutschland?

Photo by Anna Shvets on Pexels.com

Oh, ich wollte mich ja nicht aufregen. Stattdessen werde ich an diesem Wochenende mal wieder eine Schreibnacht veranstalten, auch wenn das alleine nicht sooo viel Spaß macht. Und ich werde das Wetter nutzen, um Sonne, Ideen und Kraft zu tanken. Mein nächster Schreiburlaub steht schließlich Anfang Mai bevor. Dnn habe ich einiges auf dem Zettel:

  • Suche eines regionalen Verlages für zukünftige dauerhafte Zusammenarbeit
  • Weitere Kurzgeschichten für das laufende Projekt schreiben
  • Endlich Beginn der Arbeit an der 2. Auflage des Gespensterbuches

Außerdem werde ich wohl meinen Gedichtband vom Markt nehmen und überarbeiten, um ihn dann evtl einem Verlag anzubieten, mal sehen. Meine e-books sollte ich vielleicht auch mal löschen und mich insgesamt neu ausrichten. Plaschke bleibt, und das Gespensterbuch kommt auch neu raus, was mit dem Ostseekrimi wird, weiß ich noch nicht. Und vielleicht kommt auch mal wieder etwas Lustiges und Schräges bei der ganzen Arbeit heraus. Ende Mai ziehe ich mal Bilanz.

Komm, sag´s mir

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.