Wunschberuf Autor

Derzeit treibt mich ein anderer Brotjob um, aber immer noch stelle ich mir ein Arbeitsleben als frei schaffender Autor und Moderator vor. Was wollte ich nicht alles werden als Kind: Busfahrer, Lehrer, Nachrichtensprecher im DDR-Fernsehen, Weihnachtsmann, Hängemattentester … bis mich meine überbordende Fantasie zum Schreiben brachte. Um dem wenigstens etwas näher zu kommen, erarbeite ich mir gerade eine eigene freiwillige Zielvereinbarung mit mir selbst, die Schreibzeiten für Arbeitstage, freie Tage und schlaflose Nächte beinhaltet. Sie zeichnet sich durch eine gewisse Unverbindlichkeit aus, da ich mich selbst zu nichts zwinge, aber dennoch ist die bloße Existenz einer solchen Aufstellung schon Antrieb genug und fördert den indirekten Druck von mir auf mich.

Sollte ich jemals hauptberuflich vertraglich einem Verlag mit einem Auftragswerk verpflichtet sein, fällt Schlafen bis Mittag aus, ebenso muss ich meine Aufschieberitis loswerden. Ich denke nicht, dass ich jemals vom Schreiben leben werde, ich lebe eher, um zu schreiben. Das trifft es ganz gut, zumal ich aus beruflich und privat Dinge erleben durfte, die vorher nie vorhersehbar waren und aus denen ich schöpfen kann.

In einem Leben als frei schaffender Autor fehlt die Essenz jeglicher Fantasie, wenn der Kerl nur hinterm Schreibtisch sitzt, oder im Auto auf dem Weg zum Verlag. So gesehen bin ich doch nicht so schlecht dran. Hebe ich mir eben meinen ersten Bestseller für die Rente auf.

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