Wenn Worte reden könnten

Manchen Leuten fehlen wir. Andere suchen nach den richtigen von uns. Besessene ringen sogar um uns. Wir purzeln Vielschwaflern einfach so aus dem Mund, werden manchmal missverstanden, falsch gedeutet, nicht richtig ausgesprochen. Man nimmt uns ernst oder nicht, und wir fühlen uns immer so … benutzt. Wir wären gern die beste Alternative zur Gewalt, ein Stilmittel der Unterhaltung, sind manchmal machtvoll, manchmal verletzend. Sprachverliebte spielen mit uns herum, Stumme sehen sich nach uns, Verschwiegene denken uns nur, sprechen uns aber nicht offen aus. Und sich auch nicht. Wir stehen geduldig auf Papier, in Büchern, Nachrichten und in Wahlkampfreden. Die Menschen trauen uns nicht immer, wenn wir da sind. Das liegt aber an dem, der uns in den Mund nimmt. Sagt einer etwas falsches, nennt man es Sich Versprechen.  Die Menschen nehmen aber selten Versprechen zurück, lieber brechen sie sie. Dann gibt es unter uns noch ein spezielles Wort, nämlich das, welches die Menschen einander geben. „Mein Wort drauf!“, sagen sie dann, als hätten sie nur eines von uns, dessen sie mächtig sind und hätten dieses just weggegeben. Komische Spezies.  Manchmal aber bedarf es niemanden von uns.  Oder die Menschen lassen uns Taten folgen. Oder sie nutzen die Gestik und Mimik zur Wortsumgehung, aber nicht etwa, weil wir ihnen fehlen. Manchen Leuten hingegen fehlen wir wie gesagt. Andere suchen nach den richtigen von uns….

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