Verlagssuche 2020 als Herausforderung

Auf der Suche nach einem geeigneten Verlag führt meine Recherche mich ab sofort nicht mehr über die Grenzen von Deutschland hinaus. Wichtig ist mir, dass ich von Marketingmaßnahmen und Werbung für meine dort verlegten Bücher auch unmittelbar etwas mitbekomme. Als Autodidakt und berufstätiger Autor habe ich für eigene Selbstvermarktung nur sehr eingeschränkt Zeit. Ausschließlich Kontakt über Social Media und sporadische Mails zu halten, gefällt mir auch nicht mehr. Es läge in der Natur der Sache, dass ich einen (regional ansässigen) Verlag oder Lektoren auch mal anrufen oder besuchen kann und dafür nicht in ein anderes Land fliegen muss.

Derzeit arbeite ich mit einem Verlag in Wien zusammen und fühle mich da prinzipiell gut betreut. Dort werden viele interessante Anthologien und spannende Bücher verlegt. Aber die Kommunikation beschränkt sich zum großen Teil auf Likes und Teilen der Werbung in den sozialen Medien und ruht, wenn ich als Autor nicht den Kontakt z.B. mit einer Frage oder einem Anliegen suche. Dann folgen in der Regel ein, zwei knappe Mails. Deutschland ist eben nicht gleich Österreich, man kann da nicht eben mal vorbeischauen und quatschen.
Sicher geht auch deswegen manches, was im Verlag passiert, an mir vorbei. Nachdem mein erstes dort verlegtes Buch im Buchshop des Verlages gelistet wurde, habe ich kaum einen bewerbenden Link des Verlages z.B. auf Facebook für das Buch bemerkt, dennoch bis heute jegliche Werbung des Verlages geteilt und bedaumt (geliked). Wir sprechen von einem Zeitraum von 3 Jahren, 2016 erschien „FRITZ PLASCHKE- Der boshafte Verblichene“. Jetzt, 2019 konnte ich einen Präsentationsplatz im Regal des Verlages auf der Buchmesse Wien für das Buch ergattern. Da ich nicht selbst anwesend war, wurde das Buch sicher nicht verkauft. Anderenfalls hätte ich mit Feedback aus Wien gerechnet. Es war im Messekatalog vertreten- davon habe ich mich überzeugen können.

Mit dem Teilen und Liken werde ich nun vorsichtiger sein, Ich bedaume nur noch, was mir wirklich gefällt und fühle mich diesbezüglich niemandem verpflichtet. Natürlich respektiere ich, das so ein Verlag viel Arbeit bedeutet und viel Zeit und sicher auch Geld bindet. Von Undankbarkeit meinerseits kann auch keine Rede sein, jedoch ist die derzeitige

geografische Konstellation ein weiterer verbesserungswürdiger Punkt. Von Rostock fährt man nicht eben mal mit der Straßenbahn zu einem Meeting nach Wien. Also: Ich suche einen Verlag, mit dem man etwas intensiver und beständiger kommunizieren kann, ohne das Gefühl zu haben, man stört mit seinem Anliegen oder seinen Mails.

Die vermeintliche Alternative, Selfpublishing, halte ich für eine der letzten Möglichkeiten, bevor manche gute Geschichte in der Schublade bleibt. Aber auch davor mache ich keinen Halt und werde zunehmend besser im Umgang mit entsprechenden Plattformen.

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