Kein Alltag In Büchern

Der ungeschönte Alltag ist gekennzeichnet von einer unablässigen Spießbürgerlichkeit und einer Ausrichtung der meisten Menschen nach materiellen Werten. So sollte er nicht 1:1 in Büchern und Geschichten auftauchen. Mich zumindest würde das sehr langweilen.

Ständig streben die Menschen nach (mehr) Wohlstand, jagen dem Geld nach und vergleichen sich dabei miteinander. Das könnte ja den Ehrgeiz anstacheln und den Erfolg fördern, wenn es bei den neidischen Blicken auf andere Mitmenschen nicht immer nur um materielle Dinge gehen und oft in Neid ausarten würde. Mein Haus, mein SUV, mein Boot … selbst bei diesen Vergleichen kommt, wenn überhaupt, die Familie zuletzt, soweit sie vorzeigenswert ist. Dieses Denken diktiert den Alltag der arbeitenden ebenso wie die der nicht arbeitenden Bevölkerung. Hier bieten sich viele Anknüpfungspunkte für naheliegende Geschichten, Romanideen und ähnliche Projekte. Einerseits. Andererseits motiviert diese traurige Tristesse kleinbürgerlichen Denkens in der heutigen, smartfonlastigen Zeit dazu, dieser Welt zu entrinnen – gedanklich wohlgemerkt – und mit der Fantasie andere Welten zu schaffen, aus der man dann Geschichten erzählt.

Originell, temporeich, humorvoll – das ist das Mindeste, sonst fliegt das Buch in die Ecke.

Genau das ist mein Bestreben, möglichst sogar, wenn ich einen Krimi oder eine andere schräge Story schreibe. Eine Alternative dazu sind Tabuthemen, die Diskussionen und Debatten auslösen (sollen), also günstigenfalls. Auch das habe ich vor. Der Alltag, wie er vielen von uns bekannt ist, also mit allem, was das Herz eines Spießers begehrt, Familie. Job, Haus oder Wohnung, Hund, Auto und Schwiegereltern, steht also in der Priorität weit hinten, wenn es um einen originellen Ideenfundus geht. Geschichten und Romane leben von Konflikten, das ist eine Binsenweisheit. Warum also nicht von solchen, die nicht alltäglich sind? Und etwas Tempo in der Erzählweise scheint mir auch mehr als zeitgemäß zu sein, um den Leser in dieser unserer schnelllebigen Welt bei der Stange zu halten.

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