Autor auf Abwegen

Immer wieder überlege ich, ob man beim Ausprobieren neuer Genres nicht immer wiederan bereits veröffentlichtem Material gemessen werden könnte. Der Mensch denkt in Schubladen, er ist ein Gewöhungstier. Es ist durchaus nicht unüblich, als Schreiberling der genreübergreifend unterwegs ist und dabei verschiedenste, sich vielleicht sogar widersprechende Stilrichtungen und Themenbereiche nutzt, sich eines Pseudonyms zu bedienen. Dabei geht es nicht darum, unerkannt zu bleiben, sondern klare Grenzen zwischen den Bereichen zu ziehen und – soweit es um Tabuthemen oder dergleichen geht – die eigene Privatsphäre nicht unnötig zu gefährden. In Zeichen des Shitstormes und des offenen Hasses im und außerhalb vom Internet ist das leider ein Aspekt, der mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Andere Autorenkollegen denken gar nicht so lange darüber nach, sondern schreiben zum Beispiel erotische oder homoerotische Werke unter einem und alles „Unverfängliche“ unter einem anderen Namen. Bei mir geht es eher um so gegensätzliche Sachen wie Das Plaschke-Buch und ernstere, dramatische Belletristik, gern auch Dystopie und Sci-Fi.

Anderer Name – andere Leser?

Im Erfolgsfall ja. Das bedeutet natürlich nochmals eine Art Neuanfang.

ABER: Auf diese Weise könnte man sich als Autor einen weiteren separaten Leserkreis erarbeiten, denn Geschmäcker sind verschieden – auch beim Lesen. Zwangsläufig werden andere Verlage das Genre bedienen und man erweitert seinen Horizont als Schreiberling. Allerdings startet man dann nochmal von Null an durch. Fazit meiner Überlegung: Einen Versuch ist es mal wert.

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