Der Vergangenheit auf der Spur

Es ist nicht immer notwendig, auf der Suche nach Inspiration in die Zukunft zu blicken. Den Blick zu wenden, um in die Vergangenheit zu schauen und bereits Erlebtem etwas Beachtung zu schenken, beflügelt die Kreativität beim Schreiben ebenso. Allerdings ist es erfahrungsgemäß verhängnisvoll, sich den guten alten Zeiten und seinen Erinnerungen, von denen man die schlechten gern verdrängt, zu sehr hinzugeben. Hier kommt es auf eine gesunde Mischung an. Deswegen habe ich zum Beispiel beschlossen, den Ort jenes Ferienlagers mal wieder aufzusuchen, in welchem ich wunderbare Freundschaften knüpfte und unbeschwerte Sommertage verbrachte. Die Propaganda der Staatsführung damals und die politische Beeinflussung des Lageralltages hielt sich in Grenzen,  oder sie störte uns Kinder nicht, da es für uns normal war.

Ja, es gab einen Morgenappell und vor den Mahlzeiten traten wir in Zweierreihen an,  um dann geordnet in den Speisesaal einzurücken. Beim täglichen Wettbewerb um das sauberste Zimmer konnte man einen Riesenteddy gewinnen, der als Wanderpreis fungierte – oder als Schlusslicht eine rote Laterne. Ja, ich weiß. Typisch, SED: rot, haha, warum keine gelbe Laterne?

Lagerfeuer, Nachtwanderung, Badespaß und Fußballturnier waren obligatorisch, ebenso viel Freizeit und das Wandern in die nächste Stadt, um dort das Taschengeld zu verplempern. Damals konnte man noch als Kindergruppe relativ ungefährdet an einer  Chaussee entlang laufen.  Natürlich wird es die Bungalows im Wald nicht mehr geben.  Aber die nächstgelegene kleine Stadt war und ist sehenswert. Sonntags war für uns Ferienlagerkinder dort Kinotag. zu der Zeit haben wir Filme mit Terence Hill und Bud Spencer oder Jean Paul Belmondo gesehen, Solche Kinofilme liefen durchaus auch im Osten. Kurzgesagt: Die Idee zu einer Geschichte aus jenen Tagen liegt schon seit geraumer Zeit bei mir in der Schublade. Nur das Genre steht noch nicht fest: Grusel, Thriller oder humorvoll … Mal sehen.

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