Novembergrau

Diesen Grauton kannte Loriot sicher nicht. Dabei gibt es ihn schon immer. Also den Grauton namens Novembergrau. Es ist die Zeit, um mit Spenden sein Gewissen zu beruhigen, Anteilnahme zu heucheln und die allherbstlichen Jahresrückblicke zu wagen. Zumindest suggerieren uns das die Medien. Rückspiegel müssten daher die letzten zwei Monate im Jahr teurer werden. Sollte man meinen. Wer immer nur zurück blickt, läuft (oder fährt)  Gefahr, vom Weg abzukommen. Und das Risiko, sich im grauen Novembernebel zu verlaufen, ist hoch.

Wir haben den Volkstrauertag und den Vorlesetag in diesem Monat absolviert, uns wettermäßig endgültig vom Sommer verabschiedet und beim Abgrillen schon den nächsten Frühling herbeiphilosophiert.

Auf die gestiegenen Glühweinpreise haben wir mit heißem Most angestoßen und die Kuscheldecke aus dem Schrank geholt. Also alles wie immer. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.

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